Ursachen beim Mann

Die häufigste Störung der männlichen Fruchtbarkeit ist die unzureichende Produktion normaler, gut beweglicher Spermien in den Hodenkanälen.

Medizinische Ursachen

  • Hodenhochstand
  • Krampfadern am Hodensack (Varikozele)
  • vergangene Hodeninfektionen (z.B. durch Mumps)
  • Hodenverletzungen
  • Hormonstörungen
  • genetische Ursachen (z.B. Klinefelter-Syndrom)
  • Infekte (Fieber)
  • Medikamente (z.B. Cytostatika)
  • keine Bildung von Samenzellen im Hoden („Sertoli cell only Syndrom“)
  • sonstige Erkrankungen (z.B. Ejakulationsstörungen nach Querschnittslähmungen)  

Negative Lifestyle Einflüsse

  • Stress
  • Rauchen
  • Alkohol
  • Suchtgifte
  • schlechte Ernährung
  • Einwirkung von Hitze, Wärme (ausgedehnte Sonnenbäder, Sauna, Solarium, Sitzheizung)

Wie kann man die Samenqualität verbessern?

  • Rauchen einstellen
  • Alkoholgenuss reduzieren
  • Ernährung umstellen
  • komplementäre Therapien wie: Akupunktur, Homöopathie etc.
  • Nahrungsergänzungsmittel

Diese Maßnahmen können helfen, die Samenqualität zu verbessern. Leider gibt es noch keine verlässliche Methode, um die Samenqualität mit großer Sicherheit zu optimieren. Dies gilt auch für die verschiedensten Medikamente, die derzeit verschrieben werden.

Störungen der Spermienreifung

Der Samen ist von „normaler Qualität“ (laut WHO), wenn die Zahl der Spermien über 15 Mio./ml Sperma liegt. Davon sollten 4% normal geformt und 40% gut beweglich sein. Werden diese Werte nicht erreicht, ist die Zeugungsfähigkeit des Mannes eingeschränkt.

Allerdings kann auch bei normalem Spermienbefund eine funktionelle Störung das Eindringen des Spermiums in die Eizelle verhindern. Diese kann Folge einer Hodenbeteiligung bei einer Mumps-Infektion im Kindesalter sein. Auch Krampfadern am Hoden (Varikozele) können zu einer schlechten Spermienqualität führen.

Ursachen beim Mann

Weitere Ursachen sind Hormonstörungen, Stress, Medikamente, Umweltbelastungen, Erkrankungen (wie Diabetes), ein Hodenhochstand, operierte Tumore, Infektionen oder angeborene Ursachen, wie z.B. eine Schädigung der Erbanlagen (Chromosomenanomalie).

Störungen des Spermientransports

In 4% aller Fälle werden zwar ausreichend Samen gebildet, sie können aber, weil die Samenleiter blockiert sind, bei dem Samenerguss nicht in den Körper der Frau gelangen. Ursachen können eine vorausgegangene Sterilisation (Vasektomie) oder unterentwickelte bzw. verklebte Nebenhodengänge sein. Diese entstehen in der Folge von Entzündungen.

DNA – Strangbrüche

Genetische Veränderungen können bei einem Spermiogramm nicht untersucht werden. Dafür ist ein spezieller SCSA Test notwendig.