Fehlender Eisprung

Ein funktionierendes und richtiges Zusammenspiel von mehreren Hormonen ist wichtig, damit es regelmäßig zum Eisprung kommt. Dabei wird die Gebärmutterschleimhaut auf die Einnistung des Embryos vorbereitet. Dadurch kann ein unerkannter fehlender Eisprung der Grund für unerfüllten Kinderwunsch sein.

Ein übergeordneter Gehirnanteil, der Hypothalamus, schüttet das GnRH (Gonadotropin Releasing Hormon) aus. Dieses Hormon veranlasst die Hirnanhangsdrüse (Hypophyse) das Follikel Stimulierende Hormon (FSH) und das Luteinisierende Hormon (LH) in die Blutbahn freizusetzen. Über diesen Weg erreichen die beiden Hormone den Eierstock, in dem ein Eibläschen (Follikel) innerhalb der ersten 14 Tage eines 28-tägigen Monatszyklus heranreift. Erreicht dieses Eibläschen eine ausreichende Größe und Reife, kommt es zum Eisprung und die Eizelle wird in den Eileiter freigegeben.

Das Eibläschen erzeugt das Hormon Östradiol (E2) und dieses sorgt dafür, dass sich die Gebärmutterschleimhaut nach der Monatsblutung aufbaut. Zudem wird verstärkt das Hormon Progesteron produziert, das die Gebärmutterschleimhaut auf eine mögliche Ankunft und Einnistung des Embryos vorbereitet.

Kommt es zur Schwangerschaft bleibt der Gelbkörper (Hülle des geplatzten Eibläschens) erhalten und die Monatsblutung bleibt aus. In diesem faszinierenden Ablauf können verschiedene hormonelle Störungen auftreten.

Abklärung durch Blutabnahmen

  • Blutabnahme während der Monatsblutung (1.-4. Zyklustag):
    hier können grundlegende Hormonstörungen am leichtesten erkannt werden.
  • Blutabnahme in der Phase unmittelbar vor bzw. am Tag des Eisprungs:
    es ist möglich festzustellen, ob und wann ein Eisprung stattfindet.
  • Blutabnahmen in der zweiten Hälfte des Monatszyklus (Gelbkörperphase):
    wir prüfen, ob die Hormone die Voraussetzungen für eine Einnistung des Embryos ermöglichen können.

 

Abklärung durch Ultraschalluntersuchungen

  • Ultraschall während der Monatsblutung:
    Wir können Eierstockzysten ausschließen, eventuelle Gebärmutterfehlbildungen feststellen und die Eierstöcke beurteilen: am Volumen und an der Anzahl der Follikel lässt sich abschätzen, wie eine mögliche hormonelle Stimulation wirken wird.
  • Ultraschall in der Phase unmittelbar vor bzw. am Tag des Eisprungs:
    Wir können feststellen, ob sich ein Eibläschen (Follikel) gebildet hat und wie schnell es wächst. So sind wir in der Lage den Eisprung vorauszusagen. Darüber hinaus können wir sehen, ob sich die Gebärmutterschleimhaut (Endometrium) ausreichend aufbaut.