Endometriose

Bei dieser Erkrankung finden sich Zellen der Gebärmutterschleimhaut auch außerhalb der Gebärmutterhöhle. Dies kann zu Schmerzen und zur Zerstörung von Gewebe führen. Es werden mehrere Stadien der Erkrankung je nach Schweregrad und Ausbreitung unterschieden. Die Diagnose wird meistens bei einer Bauchspiegelung (= Laparoskopie) gestellt.

Die Endometriose ist eine häufige Erkrankung bei Frauen, die zwischen der Pubertät und den Wechseljahren auftritt. Nachdem die Beschwerden nicht immer sofort der Erkrankung zugeschrieben werden, kann es einige Monate bis sogar Jahre dauern, bis eine Endometriose diagnostiziert wird.
Als Ursache der Erkrankung finden sich diese versprengten Zellen und Zellinseln in unmittelbarer Nachbarschaft der Gebärmutter (im Bereich der Eierstöcke, Eileiter, Harnblase und Darm).

Endometriose

Diese Zellen werden, so wird es vermutet, durch die Monatsblutung in den Bauchraum gespült. Es ist jedoch auch vorstellbar, dass die Endometriose dadurch entsteht, dass sich unreife Zellen an den betroffenen Stellen zu Gebärmutterschleimhaut entwickeln. Die Erkrankung tritt dann erst im gebärfähigen Alter auf, sobald ein geregelter Hormonhaushalt besteht. Erlischt die Hormonproduktion der Eierstöcke in den Wechseljahren, bildet sich auch die Endometriose zurück.

 

Häufige Symptome

  • starke, krampfartige Schmerzen während der Monatsblutung
  • Schmerzen beim Geschlechtsverkehr
  • Schmerzen beim Stuhlgang oder Urinieren

Die Patientinnen benötigen daher häufig immer stärkere werdende Schmerzmittel, sodass während der Monatsblutung manchmal nur mehr Infusionen helfen. Endometriose kann ein Grund für unerfülltem Kinderwunsch sein, da es dadurch zum Verschluss der Eileiter kommen kann.

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Stadium I:
Die Zellherde finden sich im kleinen Becken oder am Muttermund und sind kleiner als 5 Millimeter, die beiden Eileiter sind durchgängig.

Stadium II:
Die Zellherde finden sich im kleinen Becken, am Muttermund oder auf dem Dach der Harnblase und sind größer als 5 Millimeter, die beiden Eileiter sind geschädigt.

Stadium III:
Die Zellherde finden sich in der Muskulatur der Gebärmutter, sowie Zysten auf den Eierstöcken oder an den Bändern, die die Gebärmutter fixieren.

Stadium IV:
Die Endometriose befindet sich auf anderen Organen, wie z.B. Darm, Lunge oder Leber.

Abklärung & Behandlungsmöglichkeiten

Ein Hinweis auf Endometriose kann durch die gezielte Befragung, ob die typischen Beschwerden bestehen, sowie eine Ultraschalluntersuchung gegeben werden. Eine letztliche Diagnose können aber nur die Bauchspiegelung und das Entnehmen einer kleinen Probe erbringen.

Als Behandlungsmöglichkeit kann eine Operation notwendig sein. Bei dieser wird versucht, möglichst viele Zellherde operativ zu entfernen oder durch Hitze zu zerstören. Um auch kleinere Herde wirksam zu behandeln ist oftmals nach der Operation eine Hormontherapie notwendig. Dabei werden unter Umständen Präparate verwendet, die in einen wechselähnlichen Zustand versetzen (Nebenwirkungen können dann z.B Hitzewallungen, Nachtschweiss, trockene Haut und depressive Stimmungslagen sein).
Eine Alternative ist die Behandlung mit einer Antibabypille oder Präparaten, die das Hormon Progesteron enthalten.