Antikörper in der Schleimhaut

Das Vorhandensein von Antikörpern im Zervikalschleim, die gegen die Samenzellen des Partners gerichtet sind und diese „abtöten“, kann ein Grund für unerfüllten Kinderwunsch sein.

Die Antikörper (Y-förmige Moleküle) haben eine wichtige Aufgabe im Körper. Sie helfen bei der Abwehr von Bakterien und Viren und sind bei unerfülltem Kinderwunsch von Bedeutung. Sie sind im Schleim des Gebärmutterhalskanals (dem „Zervikalschleim“), der typischerweise vor dem Eisprung gebildet wird, zu finden. Dieser Schleim ist viskös und zeigt wenige Tage vor dem Eisprung die Eigenschaft der „Spinnbarkeit“. Dieses Zeichen wird von manchen Frauen verwendet, um die fruchtbaren Tage einzugrenzen.

Antikörper

Abklärung durch den Kremer Test

Um herauszufinden, ob diese Antikörper gegen die Samenzellen vorhanden sind, wird am Tag des Eisprungs ein wenig Schleim mit einer Pipette aus dem Gebärmutterhals entnommen. Diese Untersuchung ist nicht schmerzhaft. Für den Test wird zeitgleich eine Samenprobe des Partners benötigt. Der Test wird Spermien-Mucus Interaktionstest oder auch Kremer Test genannt.

Im Labor kann dann geprüft werden, ob es den Samenzellen möglich ist, ungehindert in den Schleim einzuwandern und sich dort zu bewegen. Sterben viele Samenzellen ab, kann man auf das Vorhandensein von Antikörpern schließen.

In diesem Fall kann eine Insemination helfen, bei der die Samenzellen in die Gebärmutterhöhle eingespült werden. Dadurch wird der Zervikalschleim und somit die Antikörper-Barriere für die Samenzellen überwunden.

Ein Informationsblatt zum Kremertest finden Sie in unseren Patientendownloads!