Ernährungsberatung

Was bedeutet richtige Ernährung aus der Sicht der Chinesischen Ernährungslehre?

Je nach körperlicher Verfassung und dem momentanen Gesundheitszustand ist es wichtig, jene Lebensmittel einzusetzen, die für die jeweilige Person geeignet sind. Weiters spielt die Nahrungszubereitung eine wichtige Rolle. Gedünstete, gebackene, gegrillte oder rohe Kost wirken sich je nach Person und Typ unterschiedlich auf unseren Energiehaushalt aus.

Was kann richtige Ernährung bewirken?

  • Zuführung von hochwertiger, Energieliefernder Nahrung
  • Schaffung von Gleichgewicht (Yin & Yang)
  • Steigerung des freien Energieflusses (lösen von Blockaden)
  • Positive Beeinflussung der Spermien- und Eizellqualität
  • Vorbereitung der Gebärmutter auf die Einnistung des Embryos
  • Unterstützung bei der Zell-Erneuerung (Schutz vor frühzeitigem Altern, Steigerung der Leistungsfähigkeit)
  • Verbesserung der Immunlage
  • Erlangen des persönlichen Idealgewichts

Was passiert bei der Ernährungsberatung?

Bei der persönlichen Ernährungsberatung nach Traditioneller Chinesischer Medizin (TCM) wird in einem Gespräch Ihr derzeitiger Gesundheitszustand erfasst. Mittels Puls- und Zungendiagnostik wird Ihr energetisches Befinden bestimmt und darauf aufbauend Ihr ganz persönlicher Therapieplan erstellt. Dieser ist abhängig von Ihrer körperlichen Verfassung, Ihrem Alter, Ihrem Beruf sowie der Jahreszeit.
Gleichzeitig bekommen Sie wertvolle, einfach umsetzbare Tipps für den Alltag.

Eine Einzelberatung dauert 1,5 Stunden.
Informationsblatt: BESTE Ernährungsberatung

Ernährungsberatung

Information & Anmeldung

Wir bitten um Ihre Anmeldung per Telefon, Fax oder E-Mail. Frau Johanna Wolf, MSc wird sich dann umgehend bei Ihnen melden und einen persönlichen Termin vereinbaren.

Johanna Wolf, MSc
Biomedizinische Analytikerin, Diplomierte Ernährungsberaterin nach TCM
T + 43 – 699 – 12 74 11 44
F +43 – 1 – 40 111 – 5401
johanna.wolf@kinderwunschzentrum.at

Rezepte für die Kinderwunschbehandlung

Richtige Ernährung bei OHSS

Das OHSS kann im Rahmen einer künstlichen Befruchtung eine mögliche Komplikation darstellen. Durch die hormonelle Stimulation werden mehrere Eibläschen zum Wachstum angeregt. Die Reaktion des weiblichen Körpers auf die Hormongabe ist individuell. Auch bei leichter Stimulation kann ein OHSS ausbilden, weil möglicherweise Risikofaktoren dazu vorliegen. Nahrungsmitteln und Speisen können in dieser Zeit zusätzlich helfen, Ihre Symptome zu lindern.

Es geht vor allem darum, den Wasser-, Elektrolyt- und Proteinverlust im Blut wieder auszugleichen, sowie die Thrombosegefahr zu reduzieren. Nehmen Sie daher

  • proteinreiche Lebensmittel wie Tofu, fette Fische – vorrangig Lachs & Makrele -, gebratene Pute sowie Erbsen & Linsen zu sich.
  • Sesam enthält eine Reihe von Vitaminen, ungesättigte Fettsäuren, Proteine, Mineralstoffe & Spurenelemente und ist daher beim OHSS sehr wichtig. Damit die Inhaltsstoffe vom Körper auch gut aufgenommen werden können, empfiehlt es sich, die Samen bei der Speisenzubereitung mitzukochen (z.B. in der Suppe oder im Reis). Ihr Frühstück aber auch Ihre pikanten Speisen können Sie mit Tahin (eine Paste aus gemahlenen Sesamsamen) verfeinern und aufwerten. Sollte Ihnen der Sesam geschmacklich zu intensiv sein, ist die Mandel (als Mandelmus, Mandelsplitter, gemahlene Mandeln) eine ebenso gute Ergänzung!

Oft geht OHSS einher mit Verstopfung und verminderte Harnausscheidung.

  • Nehmen Sie daher Abstand von diversen Entschlackungstee´s, wesentlich wirksamer ist der Verzehr von gekochtem Naturreis oder Basmatireis und Feigen sowie das tägliche Trinken von 1 – 3 Tassen Brennnesseltee oder Gerstenwasser.
  • Verzichten Sie auch auf den Verzehr von rohem Obst & Gemüse, dies kann Ihr Wohlbefinden in dieser Situation noch zusätzlich beeinträchtigen. Gekochte Kartoffeln, gedünstetes Gemüse und Beeren in Form von roter Grütze sind eine wohltuende Alternative!

Mit einer gezielten Ernährungsberatung können Sie die Symptome oder eine Ausbildung des OHSS reduzieren bzw. vorzubeugen. Beispielsweise Frauen mit PCO-Syndrom (Polycystisches Ovarialsyndrom), Allergieanamnese, hohen Östradiolwerten, haben ein erhöhtes Risiko ein OHSS auszubilden.

Eine gezielte, individuell, abgestimmte Ernährung vorab, empfiehlt sich sowohl bei den genannten Risikofaktoren sowie bei einem OHSS bei vorangegangenen Behandlungen. Beginnen Sie im Idealfall 1 Monat vor Behandlungsbeginn Ihre Ernährung anzupassen.

Low Carb - kohlehydratarme Rezepte

Low Carb Rezepte

(Kohl Chips, Pizza, Mandelmuffins, …)

Für kalte Jahreszeiten

Gebratene Kürbisscheiben auf schwarzen Bohnen

Folgendes Rezept empfehlen wir Ihnen bei: Kinderwunsch, Energiemangel, Übergewicht, Rückenschmerzen, Nachtschweiß
Wirkung: nahrhaft und sättigend, stärkt Qi & Yin (baut den Körper auf, versorgt das Blut mit wichtigen Nährstoffen)
Proteine erneuern, kräftigen und reparieren unsere Zellen. Sie schützen unseren Körper, bauen ihn auf und halten ihn jung. Nutzen sie diese typischen Eigenschaften für sich und wählen Sie Nahrungsmittel, die Ihre Eizellen beim Wachsen und Gedeihen unterstützen. Wenn Sie regelmäßig (ca. drei Mal in der Woche) Proteine essen, fördern Sie die Entwicklung Ihrer Eizellen und bringen die Hormonproduktion in Gang.

Welche Proteine eignen sich dafür ganz besonders?
Wir empfehlen Ihnen vorwiegend pflanzliche Eiweiße wie Sesam, Leinsamen, Nüsse, Hülsenfrüchte (schwarze Bohnen, Kichererbsen), Getreidekörner (Hirse, Amaranth, Quinoa), Weizengras und Micro Algen (Chlorella). Tierische Eiweiße wie Fisch, Kaviar, Leber und Nieren eignen sich auch gut bei der Ernährungsplanung.

Schwarze Bohnen sind ein wahrer Jungbrunnen!
In schwarzen Bohnen finden Sie alle typischen, positiven Eigenschaften der Proteine. Sie unterstützen Ihren Körper beim Zellaufbau, stärken ihn und fördern die Fruchtbarkeit. Hinzu kommt, dass sie sehr nahrhaft sind und gut schmecken. Schwarze Bohnen liefern hochwertiges Eiweiß, Kohlenhydrate, Mineralstoffe, B-Vitamine und reichlich Ballaststoffe.

Exkurs in die chinesische Ernährungslehre
Schwarze Bohnen beeinflussen unsere Nieren ebenfalls positiv. Nach chinesischer Lehre spielen die Nieren eine zentrale Rolle in der Fortpflanzung, da sie Yin-Charakter besitzen. Gutes Yin besagt gesunde Samen- und Eizellen sowie kräftige und gesunde Kinder.

Die beste pflanzliche Proteinversorgung erhalten Sie durch die Kombination von Hülsenfrüchten und Getreide (Reis) oder Gemüse (Kürbis, Avocado). Sie denken, Sie vertragen Bohnen schlecht? Blähungen und Allergien? In den meisten Fällen liegt die Ursache in der falschen Zubereitung und Kombination der Lebensmittel. Wir zeigen Ihnen, wie es richtig geht!

Für ein starkes Immunsystem

Polenta mit warmen Zwetschken & Brokkoli Mandel Suppe

Diese Nahrungsmittel stärken die Funktion des Wei-Qi:
Vitamin C in Brokkoli, Zwiebel, Kohlsprossen, Grünkohl, Petersilie, Kapuzinerkresse und Kartoffeln enthalten, unterstützt die Abwehr von Bakterien und Viren. Vitamin E schützt die Zellen vor dem Eindringen von Viren und Bakterien. Daher essentielle Fettsäuren in Form von Kürbiskernen, Sesam, Sonnenblumenkernen, Walnüssen, Weizenkeimöl, Leinöl, Olivenöl zuführen. Ingwer, Kren, Lauch wirken keimtötend und wärmen den Körper aufgrund ihres scharfen Geschmackes.

Eine gesunde Darmflora wirkt sich harmonisierend auf das ganze Immunsystem aus. Wichtig für die Darmbakterien sind pflanzliche Kost und milchsaure Produkte. Sehr wirksam für die Darmsanierung ist die regelmäßige Verwendung von Pfeilwurzelmehl (Arrowroot). Es ist ein Stärkemehl mit Aktivkohle ähnlicher Wirkung – Schadstoffe werden aus den Zellen gefiltert und abtransportiert – gleichzeitig legt sich eine schützende Schicht über die Schleimhaut um die Zellerneuerung zu unterstützen. Nur so können die zugeführen Nährstoffe auch vollständig ins Blut übergehen.

Diese Nahrungsmittel schwächen unser Wei-Qi: Zitrusfrüchte schwächen das Immunsystem. Beurteilt nach den Kriterien der chinesischen Diätetik ist die thermische Wirkung dieser Lebensmittel kühlend und der Geschmack sauer. Da der saure Geschmack bewahrend wirkt und kühlende Lebensmittel die Poren schließen, würde der Krankheitserreger in den Körper „eingeschlossen“ werden und kann somit tiefer in den Organismus eindringen.

Vollmilchschokolade, Cremetorten, Kuchen aus Weißmehl und weißem Zucker bieten einen guten Nährboden für Krankheitserreger! Verzichten Sie gerade in der kühleren Jahreszeit auf ihr Müsli mit Joghurt und frischen Früchten sowie dem beliebten Frischkornbrei.

Auf die richtige Zubereitung kommt es an:
Ein gekochtes Getreide-Obst, oder Getreide-Gemüse-Frühstück stärkt Ihr Immunsystem ungemein. Ihr Körper verbraucht hier im Vergleich zu probiotischen Joghurt Drinks, Müsli, Brot mit Marmelade… wenig Energie für den Verdauungsvorgang. Gleichzeitig wird der Körper sofort gewärmt und erhält so den besten Schutz vor Wind, Kälte und Feuchtigkeit.

Schon probiert, abends eine Suppe? Diese wärmt, entspannt, garantiert einen erholsamen Schlaf und stärkt so Ihre Immunabwehr.

Kinderwunsch und Immunsystem
Gerade in der Phase der Einnistung spielt das Immunsystem der Frau eine entscheidende Rolle. Immunologische Probleme verschiedenster Art können mögliche Ursache für ein Einnistungsversagen sein. Haben Sie bereits einen immunologischen Befund der erhöhte Aktivität von sog. Natürlichen Killerzellen (NK), eine Autoimmunerkrankung wie z. B.: Hashimoto-Thyreoditis… aufweist, so können Sie durch eine spezifische Ernährungstherapie die Einnistung erheblich unterstützen sowie die Abortneigung reduzieren. Ein dafür günstig gewählter Zeitpunkt ist vor Behandlungsbeginn sowie vor dem Embryotransfer. Vorab hilfreich ist vermehrt essentielle Fettsäuren in Form von Ölen und Nüssen zuzuführen.

Allgemein kann gesagt werden, Lebensmittel die reich an Vitamin C, Vitamin E, Zink und Beta-Carotin sind, kräftigen Ihr Immunsystem natürlich. Die angeführten Nahrungsmitteln, entsprechend zubereitet, schützen zusätzlich die DNA vor Schädigung durch freie Radikale, unterstützen den Aufbau des Endometriums, erhöhen die Ovulation, unterstützen die Einnistung und helfen die Spermienmembran gesund zu halten. Verzichten Sie auf diverse Vitaminpräparate und Pillen, auch wenn es die Werbung empfiehlt. Allerdings ist bei diversen Erkrankungen des rheumatischen Formenkreises, bei Morbus Crohn, Autoimmungerkrankungen, Allergien und sonstigen Unverträglichkeiten eine spezielle, individuell abgestimmte Ernährungsberatung anzuraten.

Für warme Jahreszeiten

Reis Congee & Gerösteter Reis auf Blattspinat

Folgendes Rezept empfehlen wir Ihnen bei:
PCO-Syndrom, hormonelles Ungleichgewicht, Übergewicht, langfristiger Einnahme von Medikamenten (Antibiotika, Hormone), innerer Unruhe, emotionalen Schwankungen, Heißhunger auf Süßes oder Saures, Allergien, Blähungen
Wirkung: sehr gut verdaulich, Magen schonend, entschlackend, baut Qi auf (liefert dem Körper Energie), entfernt Giftstoffe aus unserem Gewebe und reinigt das Blut.

Gesundheit beginnt im Darm
Der Darm ist das Zentrum der Verdauung. Enzymen spalten die Nahrung auf und unverdauliche Bestandteile werden wieder ausgeschieden. Dabei werden giftige Rückstände entfernt und eine gesunde Darmflora aufgebaut. Ein gesunder Darm macht uns vitaler, leistungsfähiger und fruchtbarer.
Die Aufnahme von Nährstoffen ins Blut wird verbessert und Körperzellen (auch Samen- und Eizellen) werden dadurch optimal versorgt. Gleichzeitig wird überflüssiges Gewicht auf gesunde Art und Weise abgebaut.

Welche Lebensmittel sind dafür besonders geeignet?
Nutzen Sie Gemüse und Kräuter des Frühlings, um sogenannte „Schlacken“ zu entfernen. Verschiedene Kräuter-, Gemüse- und Getreidesorten sowie Hülsenfrüchte wirken reinigend und entgiftend.
Zu empfehlen sind: Kresse, Gänseblümchen, Curcuma, Spinat, Stangensellerie, Spargel, Reis, Gerste, Hirse, Mungobohnen und Azukibohnen.

Komplexe Kohlenhydrate
Kohlehydrate liefern uns Energie und unterstützen die Fruchtbarkeit. Die so genannten „komplexen Kohlehydrate“, wie beispielsweise Reis sind dabei besonders gut geeignet. Sie geben Energie langsam, stufenweise ab und machen sie über einen längeren Zeitraum verfügbar. Hormon- und Blutzuckerspiegel werden konstant gehalten, Giftstoffe ausgeschieden und die Darmflora wird aufgebaut.