Lifestyle - Sind Sie fit fürs Wunschkind?

Die Schwangerschaft ist eine besondere Zeit und die Geburt ein besonderer Augenblick im Leben einer Frau. Der richtige Lebensstil ist in dieser Zeit entscheidend für den sorglosen Verlauf der Schwangerschaft und der Geburt.

Deshalb ist es wichtig, „Fit fürs Wunschkind“ zu sein – allgemeine Maßnahmen im täglichen Leben können Ihre Chancen erhöhen, schwanger zu werden.

Wir wollen Ihnen mit den nachfolgenden Informationen helfen, „Fit fürs Wunschkind“ zu werden.

Testen Sie hier Ihre „Wunschkind-Fitness“:

Gesunde, ausgewogene Ernährung für bessere Einnistungschancen.

Eine ausgewogene, gesunde Ernährung kann den Eintritt einer Schwangerschaft begünstigen – unabhängig von der Kinderwunschtherapie. Fachleute raten Paaren mindestens vier Monate vor der geplanten Zeugung ihre Ernährung so umzustellen, dass eine Schwangerschaft leichter eintreten kann. Je früher Sie das tun, umso besser!

1) Vitamine/Spurenelemente

Frau: Zufuhr von Vitaminen (C, E,A,B) und Mikronährstoffen (Eisen, Magnesium, Calcium, Selen) scheint die Schwangerschaftsrate zu steigern; Aufnahme von ausreichend Folsäure bereits vor der Schwangerschaft verringert das Risiko für gewisse kindliche Fehlbildungen („offener Rücken“, Herzfehlbildungen).

Mann: ausreichende Zufuhr an Folsäure scheint genetische Schäden der  Samenzellen zu verringern; Einnahme gewisser Vitamine und Spurenelemente (Vitamin C, Selen, Zink) kann die Samenqualität verbessern.

2) Wahl der richtigen Lebensmittel

Frau: ausreichende Flüssigkeitszufuhr (Wasser, ungesüßter Tee); Aufnahme von frischem Obst und Gemüse, weniger Kohlenhydrate (mehr Vollkornprodukte) und „gesunder Fette“; ausreichende Zufuhr von Eiweißprodukten, da der Körper diese für das Heranreifen der Eizellen benötigt.

Mann: Ein zu hohes Maß an rotem Fleisch, Süßigkeiten und Vollmilchprodukten reduziert die Samenqualität und verzögert daher den Eintritt einer Schwangerschaft.

3) Vermeidung von Koffein (auch Cola & Energydrinks)

Frau: Beim Genuss von mehr als 1 Tasse Kaffe pro Tag kann es bereits länger dauern, bis eine Schwangerschaft eintritt; zu hohe Koffeinzufuhr kann zu einer Verschlechterung der Eizellqualität und zu einer erhöhten Rate an Fehlgeburten führen.

Mann: Beim Mann gibt es dafür keine eindeutigen Zahlen; ein „Zuviel“ an Koffein/Energydrinks scheint den Samenzellen aber eher zu schaden.

Werden Sie zum Nichtraucher.

Viele weltweite Studien haben gezeigt:

  • Die Schwangerschaftsrate von Raucherinnen ist um 50 % reduziert.
  • Durch Nikotin ist die Chance auf eine Fehlgeburt verdoppelt.
  • Raucherinnen besitzen eine erhöhte Rate an Eileiterschwangerschaften.
  • Raucherinnen kommen durchschnittlich 3 Jahre früher in die Wechseljahre.
  • Die Erfolgsrate sinkt bei rauchenden IVF-Patientinnen um bis zu 25%.

Ergebnis: Bei Raucherinnen in einer Kinderwunschbehandlung mit In Vitro Fertilisation (IVF) werden einerseits ca. 45 % weniger Eizellen gewonnen, und andererseits müssen doppelt so viele IVF-Versuche durchgeführt werden, um eine Schwangerschaft zu erzielen.

Bei Eintreten einer Schwangerschaft haben die Schadstoffe, welche durch das Inhalieren des Zigarettenrauchs im Körper freigesetzt werden, deutliche Auswirkungen auf das Kind. Es ist medizinisch bewiesen, dass Rauchen in der Schwangerschaft die Rate an angeborenen Fehlbildungen des Kindes steigert. Zusätzlich haben Studien gezeigt, dass  Kinder von Raucherinnen ein erhöhtes Risiko einer Früh- und  Todgeburt und ein geringeres Geburtsgewicht aufweisen. Ebenso werden der plötzliche Kindstod und Auffälligkeiten in der Entwicklung der Kinder, wie z.B. Hyperaktivität, Lernprobleme, verzögerte geistige Entwicklung, bzw. auftretende Krankheiten wie Asthma und Allergien mit Rauchen in der Schwangerschaft in Verbindung gebracht.

Rauchen schädigt auch die Samenzellen. Es reduziert die Samenqualität in allen Werten um etwa 20% und schädigt zudem die Erbinformation.

BMI (Über- oder Untergewicht)

Über- oder Untergewicht können die Zeit bis zum Eintritt einer Schwangerschaft hinauszögern. Für die Bewertung des Risikos wird der sogenannte Body Mass Index berechnet (Berechnung BMI = [Gewicht / (Größe in Meter)²].

Kategorie

Body Mass Index
starkes Untergewicht ≤ 16,0
mäßiges Untergewicht 16,0 – 17,0
leichtes Untergewicht 17,0 – 18,5
Normalgewicht 18,5 – 25,0
Präadipositas 25,0 – 30,0
Adipositas Grad I 30,0 – 35,0
Adipositas Grad II 35,0 – 40,0
Adipositas Grad III ≥ 40,0

Übergewicht:

Schaffen Sie es mit einem erhöhten BMI, 7-10% an Gewicht zu reduzieren, so erhöht sich bereits die Wahrscheinlichkeit, auf normalem Wege schwanger zu werden.
Ab einem BMI von 26-29 kann es sein, dass das Paar selbst mit einer künstlichen Befruchtung (IVF-Behandlung) 2-3 Versuche mehr braucht als ein normalgewichtiges Paar, um schwanger zu werden.
Ab einem BMI von 29 (Frau) steigt das Risiko für Fehlgeburten deutlich an. In einer Schwangerschaft besteht zusätzlich ein erhöhtes Risiko für Schwangerschaftsdiabetes, Gestosen („Schwangerschaftsvergiftung“) und Fehlbildungen des Kindes. Eine Gewichtsreduktion kann daher so wirksam sein wie eine medikamentöse Behandlung. Von führenden Experten wird empfohlen, bereits vor der geplanten Kinderwunschbehandlung einen BMI von mindestens unter 35 zu erzielen.

Untergewicht:

Ein zu niedriges Körpergewicht führt oft zu Störungen des Monatszyklus. In der Schwangerschaft hingegen kann es etwas häufiger zu Fehlgeburten kommen. Frauen mit Untergewicht haben meistens größere Schwierigkeiten, an Gewicht zuzulegen. Hier kann eine Ernährungsberatung/Ernährungsumstellung hilfreich sein.

Steigern Sie Ihr Wohlbefinden.

Sport und Bewegung wirken sich positiv auf den Gesundheitszustand und das allgemeine Wohlbefinden aus. Menschen, die regelmäßig Sport treiben, fühlen sich gesünder und ausgeglichener als Menschen, die keiner sportlichen Betätigung nachgehen. Generell ist ein gesunder Lebensstil in allen Lebensbereichen von Vorteil – besonders in der Vorbereitungsphase auf Ihr Wunschkind und während der Kinderwunschbehandlung.

Studien belegen, dass Frauen, welche leichtes, moderates Training betreiben eine verbesserte Insulinfunktion und ein verbessertes Hormonprofil aufweisen. Vergleichsgruppen mit Frauen, die nicht trainieren oder übergewichtig sind, hatten dabei weitaus schlechtere Ergebnisse. Ein erhöhter BMI (>25) vor einer Schwangerschaft bedeutet ein stark erhöhtes Risiko für Schwangerschaftsdiabetes (und für einen bleibenden evt. insulinpflichtigen Diabetes nach der Entbindung) und für alle blutdruckassoziierten Krankheiten wie erhöhten Blutdruck, Nierenprobleme, etc. Vor dem Eintritt einer Schwangerschaft gibt es beim Sport keinerlei Einschränkungen. Man sollte jedoch auf seine persönliche Leistungsfähigkeit und Fitness achten und sich nicht überanstrengen. Vorsicht ist geboten, wenn man bisher keinen Sport betrieben hat und damit beginnen möchte.

Auch Männer profitieren vom moderaten Training – jedoch sind extreme sportliche Aktivitäten wie Spinning für die Spermienproduktion nicht förderlich. (Wärme + Reibung + Enge = nachweisliche Schädigung der Samenzellen). Auch häufige (wöchentliche) Saunabesuche und Sitzheizungen beeinflussen die Samenzellen negativ.

Lassen Sie es sich gut gehen.

4 von 5 Kinderwunschpaaren geben an, unter Stress zu leiden. Stress ist an sich ein notwendiges Reaktionsmuster unseres Körpers auf Umweltreize. Im Grunde ist das nichts Schlechtes. Problematisch wird es erst, wenn dieser Zustand – Stress – dauerhaft anhält. Andauernde Belastungen, d.h. andauernder Stress kann sogar dramatische Auswirkungen auf das Wohlbefinden haben und zu Erkrankungen führen (Bluthochdruck, Gastritis,…).

Schädigt andauernder Stress die Fruchtbarkeit?

Stress kann vielfältige Ursachen haben. Stress im Berufsleben durch Überforderung, Belastung, drohender Arbeitslosigkeit, Überstunden oder Leistungsdruck sind nur eine Seite. Gerade bei unerfülltem Kinderwunsch kommt „privater“ Stress dazu; in der Partnerschaft, in der Familie, „Versagensängste“, Stress, den richtigen Zeitpunkt zu verpassen oder auch Stress, zu alt zu werden.

Einen deutlich positiven Einfluss auf den Eintritt einer Schwangerschaft hat der Einsatz von stressreduzierenden Maßnahmen. Bei starker, belastender Stresssituation empfiehlt sich Aufarbeitung und Stressreduktion durch psychotherapeutische Maßnahmen. Es macht auf jeden Fall Sinn, Entspannungsmethoden und -techniken (wie Autogenes Training, Yoga, Progressive Muskelentspannung, Selbsthypnose) zu lernen und einzusetzen, um die Chancen für den Eintritt einer Schwangerschaft zu verbessern.

Wenig Alkohol konsumieren.

Alkohol hat sowohl für Frauen, als auch für Männer einen negativen Einfluss auf die Fruchtbarkeit. Die Zeit bis zum Eintreten einer Schwangerschaft wird deutlich verlängert und das Risiko einer Fehlgeburt steigt stark an. Ein negativer Einfluss besteht bereits bei einem oder mehr alkoholischen Getränken pro Tag bzw. 7 alkoholischen Getränken pro Woche.

Übermäßiger Alkoholkonsum kann Ihre Schwangerschaft und die Gesundheit Ihres Ungeborenen beeinträchtigen. Zudem kann Alkohol die Zellentwicklung des Babys stören und Komplikationen wie Fehlgeburt und Frühgeburt hervorrufen. Auch für Männer gilt es, den Alkoholkonsum einzuschränken, da dieser die Qualität und Anzahl der Samenzellen deutlich reduzieren kann.

Medikamente nur „unter Aufsicht“.

Ein Großteil der Medikamente ist in der Schwangerschaft nicht getestet und deshalb auch nicht in der Schwangerschaft zugelassen. Eine Schädigung des Kindes ist jedoch nur bei ganz wenigen Medikamenten bekannt.

Jedes Kind ein Zahn?

Entzündliche Zahnerkrankungen wie Karies oder Parodontitis verlängern die Zeit bis zum Eintritt einer Schwangerschaft. Zusätzlich erhöht sich das Risiko einer Frühgeburt um bis zu 50%. Der geänderte Hormonspiegel in der Schwangerschaft oder bei Hormontherapien verschlechtert zudem bestehende Karies und Paradontose. Ein möglicher negativer Einfluss von Amalgamfüllungen hängt mit der Anzahl der Füllungen zusammen. Ab 6 Füllungen wird ein Austausch vor der Schwangerschaft empfohlen.

Durch hormonelle Veränderungen im Rahmen der Kinderwunschbehandlung kommt es zu einer verstärkten Speichelbildung, der meist säurehältiger ist. Wenn bereits kariöse Zähne vorliegen, kann es dadurch zu vermehrter Kariesbildung kommen. Eine Kontrolle und Sanierung der Karies bei geplanter Schwangerschaft ist unbedingt zu empfehlen. Das Sprichwort: „Jedes Kind ein Zahn“ ist durch entsprechende zahnärztliche Vorsorge sicher zu vermeiden. Zusätzlich ist das Zahnfleisch durch die Hormonumstellung besser durchblutet. Dadurch kann es leichter zu Zahnfleischbluten und Entzündungen des Zahnfleisch kommen.

Empfehlungen & unser Angebot

Empfehlungen:

  • Bei Übergewicht empfehlen wir Ihnen eine Gewichtsabnahme von 7-10% bzw. soweit, dass Sie einen BMI von unter 35 erreichen.
  • Frauen mit Untergewicht haben häufig Schwierigkeiten, an Gewicht zuzulegen, daher empfehlen wir Ihnen hierbei eine gezielte Ernährungsberatung.

Unser Angebot:

Gerne bieten wir über das Kinderwunschzentrum eine Ernährungsberatung an, um Ihre Chancen auf eine Schwangerschaft positiv zu beeinflussen. Unsere Mitarbeiterin Johanna Wolf ist diplomierte Ernährungsberaterin nach TCM und führt Ihre Termine direkt in den Räumlichkeiten des Instituts durch. Für Fragen zu Ablauf und Kosten oder Terminvereinbarungen freut sich Frau Wolf über Ihre Kontaktaufnahme:

Johanna Wolf
Biomedizinische Analytikerin / Dipl. Ernährungsberaterin nach TCM
Kinderwunschzentrum Goldenes Kreuz
Lazarettgasse 16, A – 1090 Wien
T +43 – 699 – 12 74 11 44
johanna.wolf@kinderwunschzentrum.at

Empfehlungen:

  • Betreiben Sie 2-3x wöchentlich Sport wie z.B.: ½ Stunde mäßiges Laufen, Nordic Walking mit leichter Steigung oder ähnliches mit einer maximalen Pulsfrequenz von 130/min.
  • Aufgrund der körperlichen Anstrengung empfehlen wir Hochleistungssport in der Phase der Behandlung nicht zu betreiben.
  • Schwimmen ist eine gute Trainingsform, da es ein leichter und gelenksschonender Ausdauersport ist.
  • Integrieren Sie Sport in Ihren Alltag – es sind die kleinen Dinge, die in Summe sehr viel ausmachen können: 1-2 Stationen früher aussteigen und zu Fuß gehen, die Treppen dem Lift vorziehen oder Ihren Weg in die Arbeit mit dem Fahrrad zurücklegen.
  • Von extremen, sportlichen Aktivitäten wie Rennrad fahren oder Spinning raten wir Ihnen ab, da die Spermienproduktion dadurch negativ beeinflusst wird.

Unser Angebot:

Spezielle Trainingsmethoden, wie die Aviva Methode (beeinflusst den Hormonhaushalt der Frau positiv) oder Luna Yoga (auch bekannt als „Fruchtbarkeitsyoga“) unterstützen nicht nur die Behandlung sondern fördern auch den Abbau von Stress und Stimmungsschwankungen.

Kooperationspartner:
Aviva Methode: www.luedo.at
Luna Yoga: www.luna-yogaweg.at

Empfehlungen:

  • Versuchen Sie verschiedene Entspannungstechniken, wie z.B. Meditation, Yoga, Tai Chi oder auch Entspannungsmusik.
  • Verbringen Sie gemeinsame Zeit mit Ihrem Partner und unternehmen Sie Dinge, die Ihnen beiden Freude bereiten. Geben Sie Ihrem Partner die nötige Unterstützung und nehmen Sie auch seine Hilfe und Unterstützung an. Behalten Sie immer im Auge, dass Sie am Ende der Behandlung eine gute Beziehung haben wollen, auch wenn sie vielleicht nicht schwanger geworden sind. Hören Sie nie damit auf, miteinander zu reden.
  • Die Kinderwunschbehandlung, die Termine für die verschiedenen Untersuchungs- und Behandlungsschritte sind anstrengend. Bitte unterschätzen Sie das nicht und planen Sie deshalb im Voraus genügend Zeit dafür ein und vor allem auch für Erholung während der Behandlung.
  • Positive Gedanken sind hilfreich. Versuchen Sie sich während der Behandlung vorzustellen, was in Ihrem Körper passiert: Follikel wachsen heran, die Eizelle reift, ein Embryo nistet sich ein. Hier geht es nicht darum unrealistische, nur optimistische Vorstellungen zu haben und sie vor sich herzusagen. Vielmehr steht im Vordergrund die Chancen zu sehen, die Möglichkeiten, die vielleicht zum Erfolg führen.

Unser Angebot:

Die Dienstaggruppen (Entspannungsgruppen)
jeden 1. & 3. Dienstag des Monats (an Werktagen) im Goldenen Kreuz
Beginn: immer 19:30 Uhr (pünktlich)
Keine Anmeldung – keine zusätzlichen Kosten!

Weitere kostenlose Leistungen
*Kriseninterventionen (1 pro erfolglosem Versuch) in der Privatpraxis von Frau Leitl
*Einzelgespräch (einmalig) in meiner Privatpraxis

Diese Angebote sind für Sie kostenlos und können auch von PrivatpatientInnen genützt werden, da es sich dabei um keine Fondsleistung, sondern um ein Spezialangebot des Kinderwunschzentrums handelt.

Eveline Paula Leitl, MSc
Privatpraxis: Kahlenbergerstraße 7-9/2/9, A – 1190 Wien
T +43 – 1 – 370 58 36
wunschkind@chello.at


Begleitung bei Kinderwunsch

„NANAYA“ – das Zentrum für Schwangerschaft, Geburt und Leben mit Kindern bietet gezielte Begleitung und Beratung für Frauen und Paare bei ungewollter Kinderlosigkeit an. Dabei wird speziell auf die mit der Behandlung verbundenen Belastungen eingegangen.

NANAYA
Zentrum für Schwangerschaft, Geburt und Leben mit Kindern
Zollergasse 37, A – 1070 Wien
T+43 – 1 – 523 17 11
www.nanaya.at
rundumgeburt@nanaya.at

Empfehlungen:

  • Wir empfehlen Ihnen daher maximal 1-3 alkoholische Getränke pro Woche.
  • Ab Eintritt einer Schwangerschaft sollten Sie gänzlich auf Alkohol verzichten, da der Konsum zu schweren Fehlbildungen oder einer Fehlgeburt führen kann und Ihr Partner solidarisch mit Ihnen gänzlich auf Alkohol verzichten.

In der Schwangerschaft:
Da Alkohol ungehindert über den Blutkreislauf der Mutter und den Mutterkuchen direkt zum Embryo gelangt ist regelmäßiger Alkoholkonsum während der Schwangerschaft abzulehnen!!

Bereits täglicher Alkoholkonsum in kleinen Mengen kann dazu führen, dass das Kind ein erhöhtes Risiko hat Lern- und Sprechprobleme zu entwickeln. Meist sind diese Kinder hyperaktiv und haben eine geringe Konzentrationsfähigkeit. Hohe regelmäßige Alkoholdosen können zum fetalen Alkoholsyndrom führen. Diese Kinder haben schwere Störungen in der körperlichen und geistigen Entwicklung und zeigen Verhaltensstörungen. Sie leiden an Missbildungen im Gesicht, an Herzen oder Niere. Welche Organe geschädigt werden, hängt von der Entwicklungsstufe des Embryos bei der Aufnahme des Alkohols ab. Im ersten Schwangerschaftsdrittel werden die Organe entwickelt und dabei kann es leicht zu Fehl- und Missbildungen kommen.

Unser Angebot:

Fällt es Ihnen schwer auf Alkohol zu verzichten, kommen Sie bitte auf uns zu. Wir helfen Ihnen gerne weiter!

Empfehlungen:

  • Eine Medikamenteneinnahme sollte während der Kinderwunschbehandlung und Schwangerschaft so weit wie möglich vermieden werden. Müssen Sie regelmäßig Medikamente zu sich nehmen, besprechen sie mit Ihrem verschreibenden Arzt die geplante Schwangerschaft!
  • Drogenmissbrauch bei Kinderwunschbehandlung und während der Schwangerschaft ist ein „NO GO“!

Empfehlungen:

  • Um die Quecksilberbelastung in der Schwangerschaft möglichst minimal zu halten, sollte der Austausch von Amalgamfüllungen mindestens 6 Monate vor der geplanten Kinderwunschbehandlung und Schwangerschaft erfolgen. Ebenso sollte die Sanierung von Karies und Parodontose vor der Kinderwunschbehandlung durchgeführt werden.
  • Eine regelmäßige Kontrolle beim Zahnarzt ist besonders bei geplanter Schwangerschaft wichtig!
  • Eine ausgewogene gesunde Ernährung mit wenig Süßigkeiten und säurehältigen Nahrungsmitteln sowie regelmäßiges Zähneputzen sind die beste Vorsorge.
  • Während der Kinderwunschbehandlung und Schwangerschaft sind Zahnbehandlungen und auch Betäubungsspritzen möglich – Röntgen jedoch nur im Ausnahmenfall und dann mit Sicherheitsschürzen. Kosmetische Eingriffe wie Bleichen von Zähnen sollte nicht durchgeführt werden. Kommt es nach Zahnbehandlungen zu Entzündungen oder Schmerzen, können nach Rücksprache mit uns oder Ihrem Gynäkologen Antibiotika oder Schmerzmittel genommen werden.

Empfehlungen:

  • Wir empfehlen Ihnen die Zufuhr von Vitaminen, Mikronährstoffen und Folsäure (Femibion / Pregnavit).
  • Es sollte auf eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr (2-3 Liter) und die vermehrte Aufnahme von Gemüse, Vollkornprodukten und gesunden Fetten geachtet werden.
  • Reduzieren Sie Ihren täglichen Koffeinkonsum! (max. 1-2 Kaffee oder 1 Energy Drink / Cola)

Unser Angebot:

Gerne bieten wir über das Kinderwunschzentrum eine Ernährungsberatung an, um Ihre Chancen auf eine Schwangerschaft positiv zu beeinflussen. Unsere Mitarbeiterin Johanna Wolf, MSc ist diplomierte Ernährungsberaterin nach TCM und führt Termine direkt in den Räumlichkeiten des Instituts durch. Für Fragen zu Ablauf und Kosten bzw. Terminvereinbarungen freut sich Frau Wolf über Ihre Kontaktaufnahme:

Johanna Wolf
Dipl. Ernährungsberaterin nach TCM
Kinderwunschzentrum Goldenes Kreuz
Lazarettgasse 16, A – 1090 Wien
T +43 – 699 – 12 74 11 44
johanna.wolf@kinderwunschzentrum.at

Empfehlungen:

  • Wenn Sie zu rauchen aufhören, dauert es oft Monate, um eine Verbesserung der Fruchtbarkeit zu erzielen. Daher kann unsere Empfehlung nur lauten: je früher, desto besser!
  • Bitte bedenken Sie auch die Feinstaubbelastung in ihrer unmittelbaren Umgebung (Wohnraum) und sorgen Sie für  Reinigung der Vorhänge, Teppiche, Sofas und Pölster. Negative Auswirkungen des Passivrauchens können enorm sein.
  • Bitte verwenden Sie keinen Ersatz wie Kaugummis oder Pflaster, denn diese können ebenfalls nikotinhältig und deshalb schädlich sein. Durch den negativen Einfluss auf die Eierstöcke sollten vor allem Frauen die schlecht auf eine Stimulation ansprechen schon rechtzeitig vor Behandlungsbeginn mit dem Rauchen aufhören und auch keine Ersatzprodukte (Nikotinplaster, Nikotinkaugummi etc.) mehr anwenden.
  • Nicht mehr zu Rauchen gehört zu den wenigen Dingen, die nachweislich die Samenqualität verbessern können. Auch Raucher mit einem „normalen“ Spermiogramm haben Spermien mit einer erhöhten Rate von genetischen Schäden (DNA-Fragmentierung) verglichen mit Nichtrauchern.

Unser Angebot:

Wir wissen, dass der Weg zum/zur NichtraucherIn schwierig ist. Gleichzeitig ist dies eine der effektivsten Maßnahmen, Ihrem gesunden Wunschkind gezielt näher zu kommen. Sprechen Sie uns an – auch zur Raucher-Entwöhnung stehen wir Ihnen mit Rat und Tat zur Seite.

Raucherentwöhnung bei unserer Psychotherapeutin:

Eveline Paula Leitl, MSc
Privatpraxis: Kahlenbergerstraße 7-9/2/9, A – 1190 Wien
T +43 – 1 – 370 58 36
wunschkind@chello.at

Sehr gute Hinweise können Sie auch auf www.rauchertelefon.at nachlesen. Diese österreichweite Initiative bietet eine gute Unterstützung für ein rauchfreies und gesundes Leben.