Welche Unterlagen wir für das Erstgespräch benötigen

Wir benötigen folgende Pre-Department Unterlagen, um einen Erstgesprächstermin für Sie zu vereinbaren. Ein Termin ohne Unterlagen ist leider nicht möglich, da unser Ärzteteam so keine Diagnose und dazu passende Therapiemöglichkeit erstellen kann.

Folgende Unterlagen füllen Sie bitte aus und retournieren diese dann an uns. Nachdem wir Sie in unserem System angelegt haben, kontaktieren wir Sie für die Vereinbarung des Erstgesprächstermins.

In der Wartezeit auf den Termin erstellen Sie bitte alle nötigen Voruntersuchungen (laut Checkliste). Sobald Ihre Befunde vollständig sind (Achtung: diese dürfen nicht älter als 6 Monate sein), schicken Sie uns diese bitte:

  • per E-Mail: start@kinderwunschzentrum.at
  • per QuinniWeb: Online-Anmeldeportal (klick auf Logo)
  • per Fax: +43 – 1 – 40 111 – 5401
  • per Post oder persönlich abgeben: Kinderwunschzentrum Goldenes Kreuz, Lazarettgasse 16, 1090 Wien (5. Stock)
QuinniWeb
Welche Untersuchungen Sie für das Erstgespräch benötigen

Wir benötigen die folgenden medizinischen Befunde schon vor bzw. beim Erstgespräch, um für Ihre persönliche und spezielle Situation eine Diagnose stellen und die dazu passenden Therapiemöglichkeiten vorschlagen zu können.

 

Befunde der Frau

Blutabnahme

  • Hormonstatus: (abgenommen zwischen 1. und 4. Zyklustag!!!)
    FSH, LH, E2 (Östradiol), Prolaktin, Testosteron, Progesteron, TSH & TPO-AK
    Bei Frauen ab 35 Jahren bzw. bei FSH-Werten über 10 IU/l empfehlen wir die Bestimmung der Eizellreserve (z.B. www.fruchtbarkeitstest.at), dies ist keine Kassenleistung.
  • Vitamine: 25-OH-Vitamin D
  • Antikörperbestimmung: Röteln-spezifische-IgG Antikörper, VZV IgG Antikörper (Windpocken)
  • Blutgerinnung: APC-Resistenz (Befund hat kein „Ablaufdatum“)
  • Blutgruppenbestimmung oder Blutgruppenausweis (Befund hat kein „Ablaufdatum“)

Gynäkologische Untersuchung

  • Abstriche: PAP-Test (=Krebsabstrich), Vaginalsekret und Bakterienkultur, zervikaler Chlamydienabstrich

Wozu erstellt man diese Befunde?

Hormonstatus:

Durch die Blutabnahme zwischen 1. und 4. Tag des Monatszyklus können wir feststellen, ob und welche Hormonstörung vorliegt. Das Follikel Stimulierende Hormon (FSH) ist z.B. ein wichtiges Hormon für die Entwicklung der Follikel (Eibläschen). Weiters überprüfen wir durch das Thyreoidea Stimulierende Hormon (TSH), ob Ihre Schilddrüse für eine Schwangerschaft richtig „eingestellt“ ist. Bei Patientinnen ab einem Alter von 35 Jahren bzw. FSH-Werten über 10 IU/l empfehlen wir zusätzlich noch die Auswertung des Anti-Müller-Hormons (AMH). Dieses Hormon hilft uns, Ihre persönliche Eierstockreserve einzuschätzen und ist bereits ab einem Alter von 32 Jahren ratsam, wenn Sie Auskunft über den aktuellen Status Ihrer Eizellreserve erhalten möchten. Das AMH kann außerdem den Hinweis auf ein eventuell vorliegendes Polycystisches Ovar Syndrom (PCOS) liefern. Jeder Hormonwert stellt ein kleines Rädchen da, an dem man drehen muss, um das gewünschte Optimum und damit die Grundlage für eine Schwangerschaft zu erreichen.

Antikörperbestimmung:

Ausreichende Abwehrstoffe gegen eine Röteln- bzw. Windpocken-Erkrankung sind wichtig: erkrankt eine Schwangere in der Frühschwangerschaft an Röteln bzw. Windpocken, kann es zu schweren Fehlbildungen des Kindes kommen. Es besteht die Möglichkeit, durch eine einfache Blutabnahme festzustellen, ob ein ausreichender Schutz gegen eine Röteln- bzw. Windpocken-Infektion besteht. Sollte kein ausreichender Schutz vorhanden sein, empfehlen wir eine Impfung, danach kann nach Ablauf von 2-3 Monaten die Kinderwunschbehandlung begonnen werden.

Blutgerinnung:

Störungen im Blutgerinnungssystem erschweren das Eintreten einer Schwangerschaft oder die Schwangerschaft endet häufiger bereits während der Frühschwangerschaft. Die APC-Resistenz ist eine häufige Störung, daher spielt sie in der Abklärung des Kinderwunschpaares eine wichtige Rolle.
Zu den erblichen Veränderungen gehört die sogenannte Faktor V Leiden Mutation (APC-Resistenz) und die Prothrombinvariante 20210A. Sie ist mit 5 % bzw. 2% die häufigste Thromboseursache und auch mit einem erhöhten Risiko für Fehlgeburten verbunden. Wird diese Veränderung festgestellt, kann das etwaig bestehende Thromboserisko in der Schwangerschaft, im Wochenbett oder bei Hormongabe besser kalkuliert werden und entsprechende Gegenmaßnahmen geplant werden.

Gynäkologische Untersuchung:

PAP-Test (Krebsabstrich)
Unabhängig von der Kinderwunschbehandlung ist es notwendig, die Krebsvorsorge durchzuführen. Ihr Gynäkologe führt regelmäßig den PAP Abstrich durch, um das Auftreten von Gebärmutterhalskrebs zu verhindern. Er weist auch zu einem Bruströntgen (Mammographie) zu, das einen wichtigen Stellenwert in der Früherkennung von Brustkrebs hat.

Vaginalsekret & Bakterienkultur
Die Scheide ist stets von (guten) Döderlein-Bakterien besiedelt. Überwiegt jedoch die krankhafte Besiedelung mit anderen Keimen oder Pilzen, verhindert eine angemessene Therapie Beschwerden und erleichtert das Eintreten einer ungestörten Schwangerschaft. Der Facharzt nimmt einen Abstrich und die Analyse im Labor zeigt, ob eine Behandlung notwendig ist.