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Über das Kinderwunschzentrum

Das Kinderwunschzentrum Goldenes Kreuz wurde im Juni 2000 von Univ. Prof. Dr. Andreas Obruca und Univ. Prof. Dr. Heinz Strohmer gegründet. Das Spitzeninstitut bietet ein breites Spektrum an Behandlungen, von der In-Vitro-Fertilisation (IVF) bis zur PCOS-Behandlung. Moderne Therapieansätze wie die „Einnistungsspritze“ und „-spülung“, der „Ferti-“ und „SpermFertilityCheck“ wurden im Kinderwunschzentrum entwickelt bzw. erstmals angewandt. Kinderwunschzentren bestehen neben Wien, in Bratislava / Slowakei, in Łódź / Polen und in Sofia / Bulgarien.

Pressefotos & Factsheets für Journalisten

Pressefotos

 

Factsheets & Gesetzestexte

FMed-Gesetz Novelle 2015
IVF-Fonds Gesetz Novelle 2015
Gewebesicherheitsgesetz 2008
Fact Sheet – Kinderwunsch 38+
Fact Sheet – Kinderwunschzentrum
Fact Sheet – Reproduktionsmedizin in Österreich
Fact Sheet – Facts & Figures

Aktuelle Meldungen

Hier finden Sie die aktuellen und vergangenen Presseaussendungen des Kinderwunschzentrums – einfach auf den Titel klicken um den gesamten Text sichtbar zu machen!

Besser schnell wieder schwanger werden - 15.03.2017

Aktuelle Studienergebnisse zeigen einen Zusammenhang zwischen dem Zeitpunkt des Eintretens einer erneuten Schwangerschaft und dem Risiko einer weiteren Fehlgeburt.

Wien, 15. März 2017 – Eine groß angelegte Studie mit über einer Million Frauen in Latein- und Südamerika schafft erfreuliche Klarheit: Frauen, die eine Fehlgeburt erlitten haben und innerhalb der ersten sechs Monate wieder schwanger geworden sind, haben ein geringeres Risiko einer neuerlichen Fehlgeburt als wenn sie länger zuwarten. Univ. Prof. Dr. Andreas Obruca, Gründer und Leiter des Kinderwunschzentrums Goldenes Kreuz bewertet die Erkenntnisse aus der Studie als sehr relevant: „Viele Frauen sind nach einem Abortus verunsichert, wann der beste Zeitpunkt für einer erneute Schwangerschaft ist. Diese Ergebnisse helfen uns in der Beratung von Kinderwunschpatientinnen, die möglichst rasch eine neue Behandlung beginnen wollen.“

Weniger Fehl- und Frühgeburten bei rascher erneuter Schwangerschaft

Die Studienergebnisse zeigen, dass die Chancen einer Lebendgeburt bei Frauen, die innerhalb der ersten sechs Monate nach einer Fehlgeburt erneut schwanger geworden sind, um 40 % höher waren als bei denen, die nach sechs Monaten oder später schwanger geworden sind. Wurden Frauen innerhalb von sechs Monaten nach einer Fehlgeburt wieder schwanger, so führten 79 % der Schwangerschaften zu Lebendgeburten, während bei Frauen, die nach zwölf Monaten erst wieder schwanger wurden 72 % ein gesundes Baby zur Welt brachten. Die Ergebnisse zeigten außerdem, dass bei diesen „raschen“ Schwangerschaften weniger Komplikationen auftreten und es seltener zu Frühgeburten kommt.

Zumindest jede zehnte Schwangerschaft endet in Fehlgeburt

Rund zehn bis fünfzehn Prozent aller Schwangerschaften enden in einer Fehlgeburt. „Eine Fehlgeburt stellt nicht nur eine psychische Belastung für die Betroffenen dar, sondern führt auch meist zu Unsicherheit hinsichtlich einer erneuten Schwangerschaft. Nun belegt diese neue Studie in den ersten sechs Monaten sogar eine reduzierte Wahrscheinlichkeit auf einen neuerlichen Abortus“, erläutert Obruca. Von einer Fehlgeburt spricht man, wenn der Embryo in den ersten 24 Wochen der Schwangerschaft abgestoßen wird.

Gesunder Lebensstil erhöht Chance auf positiven Schwangerschaftsverlauf

Die Studie dokumentierte zudem, dass ein Großteil der Frauen, die nach einer Fehlgeburt versucht wieder schwanger zu werden, besonders viel Wert auf einen gesunden Lebensstil legt. Dies verbesserte die Voraussetzungen für einen positiven Schwangerschaftsverlauf zusätzlich. „Wenn sich Paare rasch nach einer Fehlgeburt wieder bereit dazu fühlen, einen neuen Schwangerschaftsversuch zu starten, so steht dem aus medizinischer Sicht nichts im Wege“, so Obruca.

 

Quelle: Interpregnancy interval following miscarriage and adverse pregnancy outcomes: systematic review and meta-analysis; Chrishny Kangatharan1, Saffi Labram2, and Sohinee Bhattacharya2,* 1Department of Medical Education, University of Malta St Paul’s Street, Valletta VLT1216, Malta 2Institute of Applied Health Sciences, University of Aberdeen, Foresterhill Health Campus, Aberdeen AB25 2ZL, UK

Starkes Übergewicht birgt hohes Abortusrisiko (17.01.2017)

Aktuelle Studie aus Australien zeigt enormen Einfluss von Übergewicht auf Schwangerschaften: Fast jede zweite Studienteilnehmerin mit starkem Übergewicht erlitt eine Fehlgeburt.

Eine aktuelle Studie aus Australien zeigt den dramatischen Einfluss von Übergewicht auf den Schwangerschaftsverlauf. Bei 125 Frauen wurden im Rahmen einer Behandlung mit künstlicher Befruchtung Embryonen eingesetzt. Dabei wurde das Körpergewicht und die Körpergröße erhoben und daraus der Body-Mass-Index (BMI) errechnet. Bei Frauen mit normalem BMI kam es bei 14 % der Schwangerschaften zu einem Abortus, bei übergewichtigen Frauen mit einem BMI von 25 bis 29,9 bereits bei 29 %. Besonders hoch war die Abortusrate bei Frauen mit einem BMI von 30 und mehr. Hier erlitt mit 42 % fast jede zweite Studienteilnehmerin eine Fehlgeburt.

Geringere Chancen auf Schwangerschaft bei starkem Übergewicht

„Wir wissen seit langem, dass Übergewicht häufig zu Menstruations- und Ovulations-störungen führt, wodurch die Wahrscheinlichkeit schwanger zu werden reduziert ist“, erklärt Gründer und Leiter des Kinderwunschzentrums Goldenes Kreuz Univ. Prof. Dr. Andreas Obruca. „Die australische Studie bestätigt nun auch unsere Beobachtung erhöhter Abortusraten unter stark übergewichtigen Frauen.“

Die Untersuchung des australischen Forscher-Teams ist besonders aussagekräftig, da alle Embryonen vorher genetisch untersucht wurden, wodurch eine auffällige Verteilung der Chromosomen als Ursache für den Abortus ausgeschlossen werden konnten.

„Derzeit kann nur spekuliert werden, wie sich Übergewicht genau auf die Wahrscheinlichkeit eines Abortus auswirkt“, so Obruca. Es wird vermutet, dass eine zu geringe Versorgung mit dem Hormon Progesteron, Insulinüberschuss bzw. -resistenz Gründe für die Fehlgeburten sein könnten.

 

Empfehlung bei Kinderwunsch: Hilfe in Anspruch nehmen

Andreas Obruca kennt die Schwierigkeiten mancher Patientinnen, wenn es um Gewichtsabnahme geht: „Professionelle Beratung und Begleitung beim Abnehmen hilft vielen bei der Vorbereitung auf eine Schwangerschaft.“ Unabhängig davon, ob eine Schwangerschaft spontan oder mit medizinischer Hilfe angestrebt wird – bereits ein geringer Gewichtsverlust verbessert die Chance auf eine Schwangerschaft.

Vitamin D besonders wichtig in der Schwangerschaft - 28.12.2016

Vitamin D-Mangel kann zu einer Vielzahl an Erkrankungen führen und beeinträchtigt die Fruchtbarkeit. Der Großteil der Schwangeren ist unterversorgt.

Wien, 28. Dezember 2016 – Vitamin D3 ist essentiell für zahlreiche Aufgaben im Körper, eine Vielzahl an Studien belegt die Verbindung zwischen einer Vitamin-D3-Unterversorgung und dem Auftreten von Krebs-, Autoimmun-, und Herzkreislauferkrankungen sowie Störungen der Fruchtbarkeit. Bei Bestehen einer Schwangerschaft kann ein zu niedriger Vitamin D3-Level zu Gestationsdiabetes oder Präeklampsie führen. „Das ist deshalb relevant, weil wir aus einer Studie der Semmelweis Frauenklinik wissen, dass über 90 % der schwangeren Frauen nicht ausreichend mit Vitamin D3 versorgt sind“, so Univ. Prof. Dr. Heinz Strohmer, Gründer und Leiter des Kinderwunschzentrums Goldenes Kreuz.

Niedriges Geburtsgewicht bei Vit D Mangel
Vitamin D hat während der Schwangerschaft einen großen Einfluss auf eine gesunde Entwicklung. So ist Vitamin D3 für den Aufbau des Skeletts, die Ausbildung der inneren Organe, des Immunsystems sowie des Gehirns beim heranwachsenden Kind wichtig. „Das ist auch der Grund, warum ein Vitamin D3-Mangel dazu führen kann, dass Babys untergewichtig geboren werden“, erläutert der Gynäkologe.

Körperfett als Vitamin D Räuber
Vor allem in den Wintermonaten mit wenigen Sonnenstunden und bei Personen, die sich kaum im Freien aufhalten oder ihre Haut völlig bedecken, treten häufig Vitamin D3 Mangel-erscheinungen auf. Auch Übergewicht ist ein Risikofaktor für zu wenig Cholecalciferol. „Patientinnen mit einem BMI über 35, sowie Frauen die in der Schwangerschaft mehr als 15 kg zunehmen, haben ein erhöhtes Risiko an einer Vitamin D3 Unterversorgung zu leiden. Es gibt Indizien, dass Körperfett dem Blut Vitamine entzieht“, erklärt Strohmer.

Raus aus dem Haus für mehr Vitamin D!
Das Kinderwunschzentrum empfiehlt daher Frauen, die schwanger werden wollen, sich ausgewogen zu ernähren und regelmäßig Sport an der frischen Luft zu treiben. Bereits ein täglich einstündiger Spaziergang in der Sonne erhöht die Vitamin D3 Produktion um ein Vielfaches. Insbesondere vor und während der Schwangerschaft ist Vitamin D wichtig.

Falls diese Maßnahmen nicht ausreichen, kann Vitamin D3 auch durch eine großzügige Substitution im Rahmen der Schwangerschaftsvorbereitung verabreicht werden.

Unfruchtbarkeit beim Mann nach wie vor Tabu-Thema - 03.11.2016

Zum Weltmännertag thematisiert das Kinderwunschzentrum Unfruchtbarkeit beim Mann: Neben Lebensstilfaktoren beeinflusst auch Umweltverschmutzung die Zeugungsfähigkeit.

Wien, 2. November 2016; Anlässlich des Weltmännertages fasste das Kinderwunschzentrum die wichtigsten Erkenntnisse aktueller internationaler Studien zum Thema männliche Fruchtbarkeit zusammen. „Ein unerfüllter Kinderwunsch ist immer herausfordernd für das Paar. Wir sehen allerdings, dass es insbesondere für Männer sehr schwierig ist, damit umzugehen, wenn es an ihnen liegt. Gesprochen wird darüber kaum“, berichtet Univ. Prof. Andreas Obruca, Gründer und Leiter des Kinderwunschzentrums Goldenes Kreuz.

Bei jedem vierten Paar tritt nach 12 Monaten regelmäßigen Geschlechtsverkehrs keine Schwangerschaft ein. Die Gründe dafür liegen rund einem Drittel beim Mann, einem Drittel bei der Frau und zu einem Drittel an beiden Partnern. Es gibt eine Vielzahl an Blogs, in denen sich vorrangig Frauen zu ihrem unerfüllten Kinderwunsch austauschen. „Männer leiden häufig stärker im Verborgenen. Deshalb ist es wichtig, auch sie in den Fokus zu rücken. Viele sind sich dessen gar nicht bewusst, dass sie ihre Fruchtbarkeit bis zu einem gewissen Grad selbst beeinflussen können“, so Obruca.

Stress und Übergewicht als Fruchtbarkeitskiller

Mittlerweile ist gemeinhin bekannt, dass sich Stress negativ auf unsere Gesundheit auswirkt. So auch auf die Spermienqualität: Eine Studie der Universität Kopenhagen zeigt, dass sich bei Männern, die stark unter Stress stehen die Spermiengesamtanzahl um bis zu 34 %, die Spermienkonzentration sogar um bis zu 38 % verringern kann. Insbesondere psychische Belastung spielt hier eine maßgebliche Rolle und kann einen negativen Einfluss auf Anzahl und Qualität der männlichen Keimzellen haben.

Auch der Body Mass Index (BMI) korreliert mit der Fruchtbarkeit des Mannes. Dieser hängt stark mit den Fortpflanzungshormonen, wie Testosteron, zusammen. Ein erhöhter BMI kann das Ejakulatvolumen, die Spermakonzentration als auch deren Beweglichkeit massiv beeinträchtigen. „Wenn eine Schwangerschaft auf sich warten lässt und Übergewicht vorliegt, kann bereits moderate Bewegung und eine geringe Gewichtsreduktion Abhilfe schaffen“, erklärt Andreas Obruca.

Die Betonung liegt eindeutig auf moderat, denn Sport ist nicht in jedem Fall eine Wohltat für Spermien: Während sehr intensivem Training kann es zu einem starken Abfall der Hormone kommen. Insbesondere betroffen ist hier meist das luteinisierende Hormon (LH), welches für die Reifung und Produktion der Geschlechtszellen zuständig ist. Die gute Nachricht ist, dass sich die Spermienqualität auch schnell wieder erholen kann.

„Zusätzlich zu diesen aktuellen Erkenntnissen wissen wir seit langem, dass die Ernährung eine große Rolle spielt“, so Obruca. Ein zu hohes Maß an rotem Fleisch, Süßigkeiten und Vollmilchprodukten reduziert die Samenqualität und verzögert daher den Eintritt einer Schwangerschaft. Aber auch externe Faktoren wirken sich auf die männliche Fruchtbarkeit aus. So kann beispielsweise der Grad an Luftverschmutzung im Umfeld oder auch die richtige Temperatur der Hoden mitbestimmend sein, wie eine Studie der medizinischen Fakultät der Universität Kairo belegt. „Dazu kommen auch medizinische Gründe, die weniger in unserer Macht liegen. Nimmt man sich jedoch Stressreduktion, ausgewogene Ernährung und einen gesunden BMI zu Herzen, kann die Fruchtbarkeit maßgeblich positiv beeinflusst werden“, erklärt Andreas Obruca.

Vollkornprodukte steigern die Chance auf Schwangerschaft - 16.10.2016

Aktuelle Studienergebnisse der renommierten Harvard Medical School zeigen höchst positiven Einfluss von Vollkornprodukten auf den Erfolg einer IVF-Behandlung.

Wien, 13. Oktober 2016 – Vollkorn ist reich an Ballaststoffen, Antioxidantien, Vitaminen, Mineralien und Phenolen, die viele Gesundheitsrisiken minimieren. „Dass Vollkornprodukte gesund sind, ist seit langem bekannt. Die Studie der Havard Medical School ergänzt dieses Wissen nun um den Einfluss auf die Fertilität“, berichtet Corinna Mann, Oberärztin im Kinderwunschzentrum Goldenes Kreuz.

Die Studie mit Patientinnen, die mit Hilfe einer künstlichen Befruchtung schwanger wurden, zeigt einen signifikanten Unterschied in der Geburtenrate zwischen Frauen, die mehr als 52,4 g Vollkorn pro Tag zu sich nahmen und jenen, die unter 21,4 g pro Tag konsumierten. Mit 53 % gebar mehr als jede zweite Frau der ersten Gruppe ein Kind, bei der zweiten Gruppe war es mit 35 % nur jede dritte Studienteilnehmerin. Es wurden 438 Behandlungszyklen von 273 Frauen ausgewertet. Die Studie berücksichtigte vor allem die Zufuhr von Nahrungsmitteln die Weizen, Hafer, Roggen, Gerste, Buchweizen, Mais oder deren Mehle enthalten.

 

Vollkorn macht Gebärmutter einnistungsfreudig

Die Studie zeigt, dass sich der Konsum von Vollkornprodukten vorteilhaft auf die Beschaffenheit der Gebärmutterschleimhaut und damit direkt auf den Ort der Einnistung auswirkt. Die Gebärmutterschleimhaut war bei den Frauen, die viele Vollkornprodukte zu sich nahmen, signifikant höher. „Die Einnistung ist bei vielen Frauen ein Knackpunkt bei der Erfüllung ihres Kinderwunsches. Deshalb gibt es dafür auch diverse medizinische Hilfsmittel. Dass eine vollkornreiche Ernährung einen so starken Einfluss auf diesen wichtigen Punkt einer entstehenden Schwangerschaft hat, sind gute Nachrichten“, freut sich Mann.

Das Kinderwunschzentrum empfiehlt daher Frauen, die schwanger werden möchten, zumindest 50 Gramm Vollkorn täglich zu sich zu nehmen. Dies entspricht etwa zwei Scheiben Vollkornbrot oder einem Vollkornweckerl. „Dies trifft selbstverständlich nur auf Frauen zu, die Gluten vertragen. Bei Personen mit einer Unverträglichkeit auf Klebereiweiß ist der Konsum von Gebäck sogar kontraproduktiv“, so die Oberärztin.

Eizellenverwechslung ausgeschlossen - 26.07.2016

In der Kinderwunschbehandlung ist das korrekte „Matching“ oberstes Prinzip. Das Kinderwunschzentrum Goldenes Kreuz hat dafür ein europaweit einzigartiges System entwickelt.

Wien, 26.7.2016; Im Kinderwunschzentrum Goldenes Kreuz ist seit 2008 ein digitales System der Patientenverwaltung namens Quinni im Einsatz, das die Kinderwunschbehandlung lückenlos dokumentiert und Fehlerquellen ausschließt. Das von Univ. Prof. Dr. Heinz Strohmer und dem Softwareentwickler DI Wolfgang Markhart entwickelte Programm kommt mittlerweile in mehr als der Hälfte aller Fertilitätszentren in Österreich zum Einsatz.

Matching: Ein lückenloses Sicherheits-und Kontrollsystem auf Basis eines QR-Codes

Quinni ist in der Fertilitätsmedizin europaweit einzigartig und beruht auf dem Einsatz eines QR-Codes für jede Patientin: Sämtliche Schritte im Lauf der Kinderwunschbehandlung werden dokumentiert und alle Behälter, Becher und Schälchen mit dem individuellen QR-Code versehen. „Mit diesem Matching garantieren wir die Übereinstimmung des uns zur Verfügung gestellten Materials zu hundert Prozent“, erklärt Strohmer. „Gleichzeitig stellen wir damit sicher, dass der gesamte Ablauf der Behandlung von A bis Z absolut fehlerlos vor sich geht – denn das System schlägt an, wenn irgendetwas nicht zusammen passt“.

Kinderwunsch-Card mit QR-Code für jede Patientin

Für die Patientinnen wird diese neuerliche Sicherheitssteigerung durch ihre Kinderwunsch-Card (Kiwu-Card) sichtbar, die ihnen zu Beginn der Behandlung übergeben wird. „Der auf unserer Kiwu-Card gedruckte QR-Code ist somit für unsere Patientinnen der persönliche Schlüssel zur sichersten Kinderwunschbehandlung Europas“, erklärt Strohmer.

2.046 Neugeborene durch IVF in 2015 - 20.07.2016

Im Jahr 2015 erblickten mit Hilfe von Fertilitätsmedizin 48 Babys mehr das Licht der Welt als noch 2014. „Besonders freut uns, dass die Zwillingsrate weiter reduziert wurde“, berichtet Andreas Obruca, Kinderwunschzentrum Goldenes Kreuz.

Wien, 20. Juli 2016 – Im Jahr 2015 nahmen 6.153 Paare die Hilfe von Fertilitätszentren in Anspruch. Dies sind 15 Prozent mehr als 2014, dementsprechend mehr Schwangerschaften wurden erzielt – nämlich 2.064, 13 Prozent mehr als noch im Jahr davor. Geboren wurden 2.046 Babys, das entspricht einer Baby-Take-Home-Rate von 27 Prozent. „Die Anzahl jener Paare, die sich einer IVF-Behandlung unterziehen, steigt seit der Gründung des IVF-Fonds kontinuierlich. Der Anstieg von 2014 auf 2015 war aber bisher mit Abstand der größte“, so Univ. Prof. Dr. Andreas Obruca, Gründer und Leiter des Kinderwunschzentrums Goldenes Kreuz, in dem rund jede zweite IVF-Behandlung in Wien durchgeführt wird.

 

Steigerung nur zum Teil auf Novelle zurückzuführen

Im Vorjahr wurde das Fortpflanzungsmedizingesetz novelliert und machte die Fertilitäts-medizin für mehr Menschen zugänglich. Die höhere Patientenzahl ist jedoch nur zum Teil darauf zurückzuführen. Das neue Gesetz erlaubt die Eizellspende unter sehr begrenzten Umständen. Wie begrenzt, zeigt sich nun in den Zahlen: Mit IVF-Fonds tauglicher Indikation wurden 2015 ganze sieben Eizellspenden durchgeführt.

Ebenfalls seit der Novelle erlaubt ist die IVF mit Spendersamen, davor war nur IVF mit Samenzellen des Partners zugelassen. Die sogenannte heterologe IVF wurde 2015 251 Mal durchgeführt. Darunter finden sich hetero- wie homosexuelle Paare. „Die Zahl erfasst jedoch nicht alle lesbischen Paare. Nachdem bei vielen keine medizinische Indikation vorliegt, erhalten sie keine finanzielle Unterstützung durch den IVF-Fonds und werden statistisch nicht erfasst“, erläutert Obruca.

 

Zwillingsrate weiter gesunken

Die Reduktion der Zwillingsrate ist ein wichtiges Ziel der Fertilitätsmedizin, dem die hiesigen Zentren sukzessive mehr und mehr entsprechen. Auch der aktuelle Bericht dokumentiert einen weiteren Rückgang um 2,1 %. Damit ist nur mehr jede zehnte Schwangerschaft eine Zwillingsschwangerschaft.

Erste Geburt nach Präimplantationsdiagnostik in Österreich - 22.06.2016

Dem Team im Kinderwunschzentrum Goldenes Kreuz gelang der Durchbruch: Das erste Kind, ein Mädchen, wurde mit Hilfe von PID geboren.

Wien, 22. Juni 2016; Seit 1.4.2015 ist die Novelle des Fortpflanzungsmedizingesetzes in Kraft. Es erlaubt unter restriktiven Bedingungen auch die Präimplantationsdiagnostik. Diese ist bei jenen Patientinnen zugelassen, die zumindest dreimal miterleben mussten, dass eine Schwangerschaft eintritt und dann doch in einer Fehl- oder Totgeburt endet. „Bei multiplen Aborten liegt eine genetische Ursache nahe, die dann dazu führt, dass kein lebensfähiges Kind heranwächst“, erklärt Univ. Prof. Dr. Heinz Strohmer, Gründer und Leiter des Kinderwunschzentrums Goldenes Kreuz.

Bei der PID wird aus dem Embryo im Blastozystenstadium am fünften Tag der Entwicklung, eine kleine Zellprobe aus dem späteren Mutterkuchen, dem Trophoblast, entnommen. In einem Labor wird genetisch bestimmt, bei welchen Embryonen die normale Anzahl von 46 Chromosomen vorliegt. „Der Transfer einer dieser Embryonen ermöglicht Paaren nach einem jahrelangen Leidensweg schließlich doch noch ein Kind zu bekommen“, so Strohmer.

Nach fünf Aborten ein gesundes Mädchen

Vor wenigen Tagen wurde in Österreich nun das erste Kind mit Hilfe von Präimplantationsdiagnostik geboren. Die Behandlung erfolgte im Kinderwunschzentrum Goldenes Kreuz in Wien. Die Patientin war fünf Jahre in Behandlung und hatte zahlreiche IVF-Versuche. „Wir sind überglücklich und sehr dankbar, nach fünf Fehlgeburten nun endlich unsere Tochter in unseren Armen zu halten“, so die frisch gebackene Mutter.

Gleichzeitig hofft sie, dass sich die öffentliche Diskussion über diese und ähnliche Techniken zukünftig auf die tatsächlichen Sorgen und Bedürfnisse der Paare, anstatt auf hypothetische, jedoch im gesetzlich erlaubten Rahmen unrealistische Szenarien, wie Designerbabies oder genetische Selektion, konzentriert. „Wir sind sehr froh, dass wir diese Möglichkeit dank der, aus unserer Sicht überfälligen Gesetzesnovelle, in Österreich und somit im Kinderwunschzentrum des Goldenen Kreuzes nutzen konnten. Die Vertrauensbasis zum Team des Kinderwunschzentrums, von dem wir mehrere Jahre sehr professionell und zugleich einfühlsam betreut wurden, hat uns diesen Schritt stark erleichtert.“

Durchbruch nach intensiver Vorbereitung

Für diesen Erfolg war eine intensive Vorarbeit im Kinderwunschzentrum nötig: Bei der sogenannten Trophoblastbiopsie handelt es sich um eine aufwendige Technik, die ein spezialisiertes Know-How verlangt. Sie wird mit Miniaturinstrumenten und einem speziellen Laser-Gerät unter dem Mikroskop durchgeführt. Die Embryologen des Kinderwunschzentrums absolvierten dafür zahlreiche Schulungen im Ausland. Zusätzlich ist bereits viel Erfahrung mit ähnlichen Methoden, wie der Polkörperbiopsie, nötig. Es ist daher zu erwarten, dass nur wenige IVF-Zentren in Österreich diese Methode anbieten werden.

Für Strohmer ist es ein Meilenstein: „Die erfolgreiche Durchführung dieser Methode gibt jenen Paaren, die wiederholt negative IVF-Versuche hatten oder bereits zahlreiche Schwangerschaften verloren haben, wieder Hoffnung auf die Erfüllung ihres Kinderwunsches.“

Glutenunverträglichkeit als möglicher Grund für ungewollte Kinderlosigkeit - 24.05.2016

Neue Studienergebnisse stellen einen Zusammenhang zwischen idiopathischer Sterilität, also ungewollter Kinderlosigkeit ohne diagnostizierbarer Ursache, und Glutenunverträglichkeit her.

Wien, 24. Mai 2016 – „Bei rund 30 % aller Paare kann keine handfeste Ursache für ihren unerfüllten Kinderwunsch gefunden werden“, berichtet Dr. Corinna Mann, Oberärztin im Kinderwunschzentrum Goldenes Kreuz. „Ein Zusammenhang zwischen Glutenunverträglichkeit und ungeklärter Sterilität wurde bereits seit längerem vermutet. Nun liegt der wissenschaftliche Beleg vor.“

Eine aktuelle Studie eines US-amerikanisch-indischen Forscherteams zeigt, dass Frauen mit idiopathischer Sterilität fünfmal häufiger unter einer Glutenunverträglichkeit leiden als die restliche Bevölkerung. Bei Frauen mit wiederholten Fehlgeburten tritt die Sensibilität auf das Klebereiweiß gar sechsmal häufiger auf.

Rund 20 bis 50 % der Betroffenen weisen keine klassischen Symptome wie Durchfälle, Übelkeit, Blutarmut oder Müdigkeit auf. Die aktuelle Studie belegt jedoch, dass auch Zyklusunregelmäßigkeiten oder Unfruchtbarkeit Folgen sein können. Corinna Mann bewertet die Ergebnisse daher als sehr relevant: „Die Studie legt dar, dass eine Glutenunverträglichkeit auch ohne übliche Beschwerden vorliegen und trotzdem einen bedeutenden Einfluss auf die Erfüllung eines Kinderwunsches haben kann.“

Glutenfreie Diät kann Abhilfe schaffen

„Die gute Nachricht ist, dass die Fruchtbarkeit durch eine glutenfreie Diät wieder auf eine normale, altersentsprechende Fertilitätsrate angehoben werden kann“, so Mann. Dies ist auch der Grund, warum die Ergebnisse vor allem für Betroffene einer Glutensensitivität und weniger mit der Autoimmunerkrankung Zöliakie – die mit einer Immunreaktion auf das Klebereiweiß Gluten einhergeht – relevant sind: „Wer unter Zöliakie leidet, ernährt sich in der Regel sowieso glutenfrei. Und damit wirkt sich die Unverträglichkeit nicht auf die Fruchtbarkeit aus“, erläutert die Oberärztin.

Glutenunverträglichkeit erkennen

Mittels einfacher Blutabnahme kann auf spezielle Antikörper untersucht werden, die auf eine Glutenunverträglichkeit hinweisen. Heilbar ist weder die Sensitivität noch die Autoimmunerkrankung Zöliakie. Durch eine glutenfreie Diät können Beschwerden jedoch vermindert und Gesundheitsrisiken reduziert werden. Das Kinderwunschzentrum Goldenes Kreuz hat den Bluttest in seine Voruntersuchungen standardmäßig aufgenommen.

Andreas Obruca: "Bilanz nach einem Jahr Fortpflanzungsmedizingesetz NEU durchwachsen" - 01.02.2016

Die Novelle zum FMedG ist 1 Jahr alt. Obruca: „Die Eizellspende kommt kaum zur Anwendung. Lesbische sowie heterosexuelle Paare, die eine Samenspende benötigen, profitieren.“

Wien (OTS) – Univ. Prof. Andreas Obruca, Gründer und Leiter des Kinderwunschzentrum Goldenes Kreuz zieht ein Jahr nach der heftig diskutierten Novelle Bilanz: „Die neu zugelassene Eizellspende kommt in der Praxis kaum zum Einsatz, darüber hinaus gibt es bei der Präimplantationsdiagnostik keine Fortschritte. Für lesbische und heterosexuelle Paare, die eine Samenspende benötigen, wurden hingegen massive Erleichterungen geschaffen, die auch entsprechend angenommen werden.“

Potentielle Spenderinnen bräuchten selber Eizellspende Durch das Vermittlungs- und Kommerzialisierungsverbot wurde die Eizellspende auf die Verwandten- und Bekanntenspende beschränkt. Dazu kommen noch finanzielle Hürden, wie die Beschränkung von Aufwandsentschädigungen auf belegbare Barauslagen.

„Die gesetzlich vorgesehenen Bedingungen sind so eng, dass kaum jemand die Möglichkeit der Eizellspende in Anspruch nehmen kann“, so Obruca. Das Kinderwunschzentrum hat im Vorjahr nur drei derartige Fälle behandelt. Bei allen waren die jüngeren Schwestern bereit Eizellen zu spenden. Die Patientinnen waren alle Mitte 30 und von vorzeitigem Wechsel betroffen. „Während der Behandlung haben wir bei den jüngeren Schwestern jedoch ebenfalls eine genetisch vorprogrammierte verfrühte Menopause festgestellt. Es bestanden damit keine Erfolgsaussichten“, berichtet Obruca. Die engen Rahmenbedingungen haben somit eine Gruppe zu den wahrscheinlichsten Spenderinnen gemacht, die häufig selbst eine Eizellspende benötigen würden. Das Fazit des Fertilitätsmediziners lautet somit wie vor einem Jahr: „Es wurde totes Recht geschaffen. Die wenigen Frauen, die rechtlich die Möglichkeit hätten, eine Eizellspende in Anspruch zu nehmen, haben trotzdem kaum Chance auf eine Schwangerschaft.“

Kinderwunschzentrum PID-Pionier in Österreich

Das Kinderwunschzentrum setzte als erste österreichische Fertilitätsklinik die Präimplantationsdiagnostik (PID) bei Paaren mit wiederholten Fehlversuchen oder Aborten mittels Trophektodermbiopsie ein. „Wir erwarten die Geburt des ersten Kindes nach PID im März“, berichtet Obruca erfreut. Jedoch gibt es für jene Fälle, bei denen eine monogenetische Erkrankung der Eltern vorliegt, noch keine Entscheidung des wissenschaftlichen Ausschusses für Genanalyse und   Gentherapie. „Diese Paare sind weiter auf Warteposition.“ Die PID hat die Praxis somit nur teilweise erreicht.

Kompetenzzentrum für Regenbogenfamilien gegründet

Die Behandlung lesbischer Paare ist jedoch Alltag geworden. Die Bedürfnisse überschneiden sich nicht zur Gänze mit jenen heterosexueller Paare, auch die Fragestellungen sind häufig andere. Deshalb hat das Kinderwunschzentrum im Zuge der geänderten Gesetzeslage ein Kompetenzzentrum für Regenbogenfamilien gegründet, das speziell auf die Situation lesbischer Paare eingeht. „Wir haben schnell erkannt, dass lesbische Paare zum Teil andere Fragen und Bedürfnisse haben als heterosexuelle. Diesen tragen wir mit dem Kompetenzzentrum für Regenbogenfamilien Rechnung“, erklärt Obruca.

Höhere Schwangerschaftschancen mit Donor-Samen

Auch heterosexuelle Paare, die eine Samenspende benötigen, profitieren von der Gesetzesänderung. Bis vor einem Jahr durften mit Spendersamen nur Inseminationen, sprich das Einspritzen von Spendersamen in die Gebärmutter, durchgeführt werden. Die Novelle erlaubt nun auch IVF-Behandlungen mit Donor-Samen. Diese neu zugelassene Behandlungsmethode ist im Kinderwunschzentrum schnell in die Routine übergegangen. „Jene Paare, bei denen zusätzlich zur Infertilität des Mannes eine eingeschränkte Fruchtbarkeit der Frau vorliegt, haben nun viel höhere Chancen auf eine Schwangerschaft“, erklärt Obruca.

Aufgeheizte Hintern schaden Spermien nicht - 28.12.2015

Kinderwunschzentrum Goldenes Kreuz entkräftet Mythos, Sitzheizungen würden die Spermienproduktion beeinträchtigen. Das Gegenteil ist der Fall.

Wien, 28. Dezember 2015; Das Kinderwunschzentrum Goldenes Kreuz befragte 997 Männer im Rahmen ihrer Samenabgabe für die Ejakulatuntersuchung zu ihrem Lebensstil. Einer der erfassten Faktoren war die Verwendung einer Sitzheizung. „Seit vielen Jahren hält sich der Mythos, Sitzheizungen im Auto würden die Hoden aufheizen und wären daher regelrechte Spermienkiller. Umfassende Studien gab es dazu allerdings keine. Deshalb haben wir entschieden, unsere Patienten zu ihrem Nutzungsverhalten von Sitzheizungen zu befragen und mit den Spermiogrammen gegenüber zu stellen“, berichtet Gründer und Leiter des Kinderwunschzentrums Goldenes Kreuz, Univ. Prof. Andreas Obruca.

Sitzheizungsliebhaber mit besten Werten

Die Auswertung der Daten zeigte ein überraschendes Ergebnis: Jene Männer die nie eine Sitzheizung verwenden, hatten zu 46 % einen normal fruchtbaren Befund. Unter den gelegentlichen Sitzheizungsnutzern hatten 53 % der Männer ein unauffälliges Spermiogramm. Am besten schnitten jedoch jene Patienten ab, die häufig eine Sitzheizung verwenden: Mit 62 % wiesen fast zwei Drittel der Wärmeliebhaber eine gute Spermienqualität vor.

Für Obruca lässt sich damit eindeutig widerlegen, dass der Gebrauch einer Sitzheizung im Auto einen negativen Einfluss auf die Fruchtbarkeit beim Mann hat. „Unsere Zahlen zeigen zwar einen positiven Einfluss auf das Spermiogramm, dennoch können wir die „therapeutische“ Nutzung von Sitzheizungen zur Verbesserung der Samenqualität (noch) nicht empfehlen. Dafür wären weiterführende Studien nötig“, so der Fertilitätsexperte.

Lebensstilfaktoren machen Spermien fit oder faul

Andere Lebensstilfaktoren haben jedoch einen eindeutig positiven oder negativen Einfluss auf die männliche Fertilität. Bei einem Kinderwunsch sollte auf eine ausgewogene Ernährung mit viel Gemüse, Vollkornprodukten und gesunden Fetten geachtet und der Konsum von rotem Fleisch, Zucker und Alkohol eingeschränkt werden. Auch Rauchen und Übergewicht können den Eintritt einer Schwangerschaft verzögern. „Dass Frauen vor und in der Schwangerschaft ausreichend Folsäure als Vitamin B-Lieferant zu sich nehmen sollen, ist landläufig bekannt. Mittlerweile besteht Grund zur Annahme, das Vitamin aus dem B-Komplex wirke sich auch auf die Spermienqualität positiv aus“, erläutert Obruca.

Das Kinderwunschzentrum Goldenes Kreuz berät seine Patienten und Patientinnen individuell zu ihrem Lebensstil. „Zu Behandlungsbeginn besprechen wir mit den Kinderwunschpaaren ihre Lebenssituation, erarbeiten mögliche Verbesserungen und bieten Hilfestellungen an“, berichtet Obruca.

Übergewicht reduziert Spermienqualität erheblich - 15.12.2015

Neue statistische Erhebungen zeigen, dass die Adipositasrate bei Männern höher ist als bei Frauen. Heinz Strohmer, Gründer und Leiter des Kinderwunschzentrums Goldenes Kreuz zeigt Auswirkungen auf die Samenqualität auf: „Aktuelle Studien zeigen, dass sich starkes Übergewicht negativ auf Samendichte und -morphologie auswirkt.“

Wien, 15. Dezember 2015; Eine aktuelle Erhebung der MedUni Wien thematisiert die Gewichts-entwicklung der Österreicherinnen und Österreicher. Die Anzahl an extrem übergewichtigen Menschen steigt insgesamt, jüngste statistische Zahlen weisen nun einen höheren Anteil an Männern aus. Laut Daten der Statistik Austria waren Anfang der 90er Jahre 8,3 Prozent der Männer adipös und 9 Prozent der Frauen. Die aktuellste Befragung aus dem Jahr 2014 führt bei Männern einen Adipösen-Anteil von 15,6 Prozent und bei Frauen von 13,2 Prozent an. In der Erhebung der MedUni wird vor allem vor Hypertonie und Diabetes als Folgekrankheiten gewarnt. Das Kinderwunschzentrum stellt zusätzlich den Zusammenhang zwischen Spermienqualität und einem daraus folgenden unerfüllten Kinderwunsch her.

Weniger Spermien – und die mit abnormalem Aussehen

Die Ergebnisse eines multiprofessionellen Studienteams aus Taiwan ergaben eine um 31 Prozent höhere Wahrscheinlichkeit einer reduzierten Spermiendichte bei einem BMI (Body Mass Index, Verhältnis Körpergröße zu – gewicht) von über 25. Die Wahrscheinlichkeit einer abnormen Form der Samenzellen war in dieser Gruppe um 2,5-fach höher, als in jener der Normalgewichtigen. Auch großer Bauch- und Hüftumfang ergaben erhöhte Wahrscheinlichkeiten auf eine reduzierte Samenqualität. „Diese Parameter nehmen einen starken Einfluss auf die Fertilität des Mannes“, interpretiert Heinz Strohmer die Studiendaten. Auch eine europäische Metaanalyse bestätigt diese Ergebnisse.

Ein unerfüllter Kinderwunsch liegt zunehmend öfter am Mann, berichtet Strohmer: „Ein eingeschränkter Samenbefund ist ein häufiger Grund, warum es nicht klappt. Dass die Auslöser dafür nicht immer krankheitsbedingt sind, sondern der eigene Beitrag für eine erfolgreiche Kinderwunschbehandlung nicht zu unterschätzen ist, zeigen diese Studien aufs Neue“, so Strohmer.

Das Kinderwunschzentrum im Goldenen Kreuz berät seine Patienten und Patientinnen strukturiert und individuell zu ihrem Lebensstil. Strohmer erklärt: „Neben dem Gewicht haben Rauchen, Alkoholkonsum, die Ernährung und die Psyche Auswirkung auf den Eintritt einer Schwangerschaft. Zu Behandlungsbeginn besprechen wir mit den Kinderwunschpaaren ihre Lebenssituation, erarbeiten mögliche Verbesserungen und bieten Hilfestellungen an.“

Mehr Informationen: http://kinderwunschzentrum.at/ursachen/lifestyle/

Fertilitätsmedizin als Benchmark für das Gesundheitssystem (06.10.2015)

Seit seiner Gründung finanzierte der IVF-Fonds 61.121 Paaren eine IVF-Behandlung. Durch das unbürokratische Steuerungstool konnte die Zwillingsrate mehr als halbiert werden. Offen ist, wie es nach der Novelle des Fortpflanzungsmedizingesetzes weiter geht.

Wien, 6. Oktober 2015; Das Österreichische Gesundheitswesen weist im internationalen Vergleich hohe Qualitätsstandards auf. Anlässlich des 15-jährigen Bestehens von IVF-Fonds und Kinderwunschzentrum Goldenes Kreuz streichen die Gründer und Leiter des Kinder-wunschzentrums Univ. Prof. Dr. Heinz Strohmer und Univ. Prof. Dr. Andreas Obruca hervor, dass es auch auf diesem hohen Niveau innerhalb des Gesundheitssystems noch Unter-schiede gibt: „Wir sehen den IVF-Fonds als einen außergewöhnlichen Steuermechanismus. In keinem anderen Sektor gibt es so klare Qualitätssicherungsmaßnahmen und gleichzeitig eine so transparente Datenlage“, erläutert Heinz Strohmer, der die Fertilitätsmedizin als Bench-mark für andere Bereiche erachtet.

Wer die Anforderungen nicht (mehr) erfüllt, ist raus
Für die Vergabe von IVF-Fonds-Verträgen sind von Fertilitätskliniken Mindestanforderungen zu erfüllen, wie zum Beispiel nachweislich 50 Behandlungen und eine Schwangerschaftsrate von mindestens 18 %. „Es reicht nicht, sich einmal zu qualifizieren. Wer die Mindest-anforderungen nicht mehr erfüllt, dem wird der Vertrag entzogen. Das gibt es in kaum einem anderen Bereich“, so Strohmer.

Dr. Clemens Martin Auer, Leiter der Sektion I im Gesundheitsministeriums bestätigt: „IVF-Fonds-Gesetz und die Verträge sehen umfassende Qualitätssicherungsmaßnahmen vor. Diese haben eine Vorbildwirkung im Gesundheitswesen und garantieren, dass die Kinder-wunschbehandlungen dem Stand der medizinischen Wissenschaft entsprechend durchgeführt und gleichzeitig auch die finanziellen Mittel bestmöglich verwendet werden.“

Anteil der Zwillingsgeburten um mehr als die Hälfte reduziert
Zusätzlich können neue Erkenntnisse unbürokratisch in die Praxis umgesetzt werden. Die eindrucksvollste Errungenschaft war die Reduktion der Mehrlingsrate auf weniger als die Hälfte. Mit der Zielsetzung des Single-Embryo-Transfers wurde die Zwillingsrate von 36 % in 2002 auf 15,2 % in 2014 gesenkt. Drillinge kommen nur mehr in Einzelfällen vor.

IVF-Meldungen im Kinderwunschzentrum versechsfacht
Der IVF-Fonds übernimmt unter bestimmten Voraussetzungen 70 % der Kosten einer Fer-tilitätsbehandlung. Seit der Gründung haben 61.121 Paare dieses Angebot im Rahmen von 84.974 Versuchen in Anspruch genommen. Rund 17 Prozent davon waren in den vergang-enen Jahren Patientinnen im Kinderwunschzentrum Goldenes Kreuz. Die Meldungen an den IVF-Fonds haben sich hier allein von 2001 bis 2009 versechsfacht.

FMedG Novelle: Für lesbische Paare top, Eizellspende Flopp
Die Novelle des Fortpflanzungsmedizingesetzes (FMedG) im Februar 2015 öffnete die Möglichkeiten der Fertilitätsmedizin auch für lesbische Paare. Auch die Eizellspende wurde – mit großen Restriktionen – zugelassen. Das Resümee der Leiter des Kinderwunschzentrums, ein gutes halbes Jahr nach der Gesetzesänderung, lautet, dass nur für lesbische Paare eine tatsächliche Verbesserung erreicht wurde. Die Eizellspende jedoch wurde so stark beschränkt, dass es sich fast um totes Recht handelt. „Wir können nur von Einzelfällen berichten. Wir wissen jedoch, dass andere Zentren Eizellen aus anderen Ländern einkaufen. Für uns ist das derzeit keine Option.“

Kinderwunschzentrum testet Ultraschall zu Hause (25.09.2015)

Während einer Fertilitätsbehandlung sind häufige Kontrollen notwendig. Das Kinderwunschzentrum Goldenes Kreuz testet nun den Einsatz von mobilen Ultraschallgeräten. Internationale Studien zeigen eine höhere Patientenzufriedenheit durch mehr Selbstbestimmung und weniger Stress.

Wien, 25. September 2015 – Während der Stimulationsphase der IVF-Behandlung müssen die Patientinnen in kurzen Abständen, manchmal alle zwei Tage, das Heranreifen der Follikel mittels Ultraschall kontrollieren. „Es gibt große Unterschiede, wie die Eierstöcke auf die Stimulation reagieren. Um die Medikamentendosis entsprechend anpassen zu können, ist ein enges Monitoring notwendig“, erklärt Univ. Prof. Dr. Heinz Strohmer, Gründer und Leiter des Kinderwunschzentrums Goldenes Kreuz.

Die Kontrolltermine bedeuten einen spürbaren Zeitaufwand, vor allem für jene Paare, die nicht im städtischen Raum wohnen und einen längeren Anfahrtsweg auf sich nehmen müssen. Durch den Einsatz mobiler Ultraschallgeräte können Patientinnen die Untersuchung nun selbst von zu Hause durchführen. Das Gerät besteht aus einer Sonde und einem Tablet, auf dem die Patientinnen das Ultraschallbild speichern und an das Kinderwunschzentrum übermitteln können.

Weniger Aufwand und Stress, mehr Zufriedenheit

Eine Studie des Universitätsspitals Ghent zeigte einen signifikanten Anstieg der Patientinnenzufriedenheit bei stabilem Behandlungserfolg. „Eine Kinderwunschbehandlung ist für die meisten Paare eine psychische Belastungsprobe. Deshalb legen wir sehr viel Wert darauf, alle Möglichkeiten anzubieten, die die Selbstbestimmung fördern und stressreduzierend wirken“, erläutert Strohmer. Neben der Behandlung selbst und dem Hoffen auf ein gesundes Kind, ist auch das Integrieren der Arzttermine in den Alltag herausfordernd. Die Ultraschalluntersuchung zu Hause bietet Patientinnen eine größere zeitliche Flexibilität und mehr Diskretion. „Das Erklären häufiger Arzttermine gegenüber dem Arbeitgeber sorgt bei vielen für Stress“, berichtet Strohmer.

Väter in spe übernehmen aktiven Part

Ein weiterer Vorteil des mobilen Ultraschallgeräts ist die mögliche Einbindung des Partners. „Wir erleben, dass viele Männer während der Kinderwunschbehandlung eine gewisse Ohnmacht empfinden, nachdem der Großteil der Behandlungsschritte die Frau betrifft“, berichtet Strohmer. Das mobile Ultraschallgerät ermöglicht eine aktivere Partizipation des Partners an der Untersuchung und steigert dadurch wiederum das Gefühl der Selbstbestimmung.

Leichte Handhabung – Schritt für Schritt Anleitung

Zu Behandlungsbeginn werden die Patientinnen und ihre Partner eingeschult. Das System führt Schritt für Schritt durch die Behandlung und gibt Feedback, ob die Ultraschallaufnahme erfolgreich war. Die Daten werden verschlüsselt an das Kinderwunschzentrum übermittelt und sind in der Patientensoftware QuinniWeb gespeichert. Das Kinderwunschzentrum testet derzeit wie praktikabel die Anwendung für seine Patientinnen ist.

Fertilitätsmedizin meilenweit voraus

Für Heinz Strohmer ist der mobile Ultraschalls ein logischer weiterer Schritt in der Weiterentwicklung der Kinderwunschbehandlung: „Die Fertilitätsmedizin ist anderen medizinischen Fachgebieten in Messbarkeit, Transparenz und Selbstbestimmung meilenweit voraus. Patientinnen verfügen jederzeit über ihre Gesundheitsdaten, können jeden Schritt mitverfolgen und mit dem mobilen Ultraschall noch stärker mitgestalten.“

Im Frühjahr 2015 führte das Kinderwunschzentrum ein europaweit einzigartiges Matching-System ein. Sämtliche Schritte im Lauf der Kinderwunschbehandlung werden dokumentiert und alle Behälter, Becher und Schälchen mit dem individuellen QR-Code versehen. „Mit diesem Matching garantieren wir die Übereinstimmung des uns zur Verfügung gestellten Materials zu hundert Prozent“, erklärt Strohmer. „Gleichzeitig stellen wir damit sicher, dass der gesamte Ablauf der Behandlung von A bis Z absolut fehlerlos vor sich geht – denn das System schlägt an, wenn irgendetwas nicht zusammen passt“.

Probleme bei Samenabgabe gehören enttabuisiert (18.06.2015)

Am Jahreskongress der Europäischen Gesellschaft für Reproduktionsmedizin und Embryologie (ESHRE) diskutieren rund 9.000 Expertinnen und Experten von 14. bis 17. Juni 2015 die neuesten Entwicklungen in der Kinderwunschbehandlung: „Der Automatic Sperm Sampler lenkt die Diskussion auf eines der letzten Tabus in der Kinderwunschbehandlung“, berichtet Univ. Prof. Dr. Heinz Strohmer, Leiter des Kinderwunschzentrums Goldenes Kreuz.

Wien, 18. Juni 2015 – Wenn es um Fertilitätsmedizin geht, stehen zumeist die Frauen im Fokus der Wahrnehmung. Der Jahresbericht 2014 des IVF-Registers dokumentiert unter anderem die Indikationen für IVF-Behandlungen und zeigt, dass die Realität eine andere ist: Denn bei 52,6 % aller Behandlungen lag die Infertilität beim Mann und nur bei 16,6 % bei der Frau. Bei 30,8 % liegt das Problem bei beiden Partnern. „Wir erleben, dass Infertilität unter Männern viel stärker tabuisiert wird als unter Frauen“, berichtet der Leiter des Kinderwunschzentrums Goldenes Kreuz, Univ. Prof. Dr. Heinz Strohmer.

Samenabgabe „auf Zuruf“ schwierig
Im Rahmen der Kinderwunschbehandlung müssen Männer für die Befruchtung der Eizelle eine Samenprobe abgeben. Manche empfinden dies – trotz Unterstützung durch einschlägige Filme und Magazine – „auf Zuruf“ als herausfordernd. „Wenn es Schwierigkeiten mit der Samenabgabe gibt, kommt dies häufig erst heraus, wenn wir die Samenprobe bereits benötigen“, so Strohmer. „Im schlimmsten Fall mussten wir Behandlungszyklen wegen nicht geglückter Samenabgaben auch schon abbrechen.“

Automatic Sperm Sampler (s. Foto und Video) schafft Abhilfe
Derzeit gibt es keine Studien, die sich damit befassen, wie häufig Schwierigkeiten bei der Samenabgabe auftreten und zu wie vielen Behandlungsabbrüchen es deshalb kommt. Strohmer: „Dass nun auf der führenden Konferenz für Reproduktionsmedizin ein Gerät zur erleichterten Samenabgabe vorgestellt wurde, zeigt: Männer brauchen mehr Aufmerksamkeit in der Fertilitätsbehandlung.“ Das Kinderwunschzentrum Goldenes Kreuz entwickelt derzeit auch eine Studie zu diesem Thema.

Univ. Prof. Dr. Andreas Obruca: Eizellspende und PID sind totes Recht (11.06.2015)

Das Kinderwunschzentrum Goldenes Kreuz sieht die Novelle des Fortpflanzungsmedizingesetzes weiterhin kritisch. „Die Novelle kommt einem Verbot der Eizellspende gleich“, so der Leiter Andreas Obruca.

Wien, 11. Juni 2015; „Meines Wissens nach wird die Eizellspende in Österreich weiterhin nicht angewandt“, so die Einschätzung von Univ. Prof. Dr. Andreas Obruca, Leiter des führenden Zentrums für Fortpflanzungsmedizin, dem Kinderwunschzentrum Goldenes Kreuz. Vom ursprünglich fortschrittlichen Entwurf ist kaum etwas übrig geblieben: „Das Vermittlungsverbot, also die Beschränkung der Eizellspende auf die Bekannten- und Verwandtenspende, hat den Kreis jener Paare, die eine solche in Anspruch nehmen können, bereits massiv reduziert“, so Obruca. Zusätzlich wurde auch eine Beschränkung der Aufwandsentschädigung auf Barauslagen reduziert. „Somit wurden die Bedingungen so eng gefasst, dass das Gesetz in der Praxis nicht angewandt wird“, erklärt Obruca.

Das Vermittlungsverbot bedeutet, dass Frauen, die für die Verwirklichung ihres Kinderwunsches auf eine Eizellspende angewiesen sind, sich selber eine Spenderin suchen müssen. Sprich, die Patientin muss eine Bekannte, Freundin oder eine Verwandte finden, die sich bereit erklärt, ihr Eizellen zu spenden. „Als sich das Vermittlungsverbot abgezeichnet hat, war für uns klar: Diese Novelle wird nicht vielen Frauen helfen“, berichtet Obruca.

Eine Farce: Spenderinnen bekommen nur Fahrschein ersetzt
Das Gesetz wurde nun aber zusätzlich mit der Beschränkung beschlossen, dass der Spenderin nur Barauslagen gegen Beleg ersetzt werden. Das heißt, die Spenderin bekommt einen Fahrschein oder ein Zugticket ersetzt. „Für eine Eizellspende sind aber mehrere Termine erforderlich, die Spenderin wird sich mit großer Wahrscheinlichkeit Urlaubstage nehmen müssen. Dies sowie ein möglicher Verdienstentgang werden nicht ersetzt. Damit muss die Spenderin zusätzlich zum Eingriff Kosten auf sich nehmen, die ihr nicht ersetzt werden“, so Obruca. „Seitdem das Gesetz beschlossen wurde, hatten wir eine einzige Patientin, die eine potentielle Spenderin mitgebracht hat, die hat jedoch das Alterslimit von 30 Jahren überschritten“, berichtet Obruca. „Die Anzahl an Anfragen seitens Empfängerin und Spenderin sind minimal und darüber hinaus kam es bisher nicht.“

PID liegt auf Eis
Auch die heftig diskutierte Präimplantationsdiagnostik liegt auf Eis, berichtet der Leiter des Kinderwunschzentrums: „Die Novelle schreibt vor, dass „ein wissenschaftlicher Ausschuss für Genanalyse und Gentherapie“ über das Vorliegen der Voraussetzungen zu entscheiden hat. Dieser Ausschuss ist jedoch bis dato nicht zusammen getreten. Eine Anwendung ist daher derzeit nicht möglich.“

Obruca: Betroffene werden durch das Gesetz gefoppt
Angesichts der großen Diskussion, das Gesetz wäre ein Dammbruch, zeigt sich Obruca für die Patientinnen verärgert: „Die Betroffenen wurden mit der Novelle gefoppt. Der Gesetzgeber hat vor allem die Eizellspende zwar offiziell erlaubt, de facto hat sich nichts geändert. Es wäre konsequenter gewesen, zum Verbot zu stehen.“

Kinderwunschzentrum kritisiert Vierlingsschwangerschaft (28.05.2015)

In Berlin hat vor wenigen Tagen eine 65 jährige Frau nach Eizell- und Samenspende Vierlinge geboren. Das Kinderwunschzentrum Goldenes Kreuz bewertet die Behandlung sehr kritisch.

Wien, 27. Mai 2015; Die Schwangerschaft wurde in der Ukraine mittels Eizell- und Samenspende herbeigeführt. Nun wurden die Vierlinge per Kaiserschnitt in der 26. Schwangerschaftswoche geboren. Eine normale Schwangerschaft dauert 40 Wochen. “Diese Behandlung ist in jedem Fall abzulehnen”, sagt Univ.Prof.Dr. Heinz Strohmer, ärztlicher Leiter des Kinderwunschzentrums, der den Transfer von mehr als zwei Embryonen und eine Behandlung jenseits des normalen fruchtbaren Alters sehr kritisch sieht.

In Österreich besteht für die Eizellspende ein Alterslimit von 45 Jahren. Die Anzahl der Embryonen, die eingesetzt werden dürfen, ist ebenfalls geregelt. „Leider finden sich immer wieder Ärzte im Ausland, die hier keine Grenzen kennen“, berichtet Strohmer.

Der Gynäkologe betont, dass die Gesundheit immer an erster Stelle stehen muss. „Vier Embryonen zu transferieren ist schlicht unverantwortlich. Eine Mehrlingsschwangerschaft stellt immer ein erhöhtes Risiko dar. Von Drillings- oder gar Vierlingsschwangerschaften ganz zu schweigen“, so Strohmer. Nachdem die Kinder in der 26. Schwangerschaftswoche geboren wurden, ist die Wahrscheinlichkeit sehr hoch, dass bei einem Teil oder bei allen vier Neugeborenen langfristige gesundheitliche Probleme und Entwicklungsdefizite auftreten.

Dr. Strohmer, Kinderwunschzentrum Goldenes Kreuz: "Die Novelle des Fortpflanzungsmedizingesetzes anerkennt den medizinischen Fortschritt." (21.01.2015)

Die heute, Mittwoch, im Nationalrat beschlossene Gesetzesänderung des Fortpflanzungsmedizingesetzes erlaubt die Eizellspende, die Samenspende bei der IVF und die Präimplantationsdiagnostik in bestimmten Fällen. Laut Univ. Prof. Dr. Heinz Strohmer, Gründer und Leiter des Kinderwunschzentrum Goldenes Kreuz, war die Novelle überfällig: „Die Fertilitätsmedizin hat sich in den vergangenen 20 Jahren stark weiterentwickelt und ist heute sehr etabliert und sicher. Dem trägt das Gesetz nun Rechnung.“

Wien, 21. Jänner 2015; Strohmer: „Nach der Diskussion der vergangenen Wochen, begrüßen wir, dass die Novelle in der vorgeschlagenen Fassung nun im Nationalrat verabschiedet wurde.“ Dass Frauen im fruchtbaren Alter zukünftig Eizellspenden erhalten dürfen, dass lesbische Paare Samenspenden in Anspruch nehmen können und heterosexuelle Paare diese Möglichkeit als Teil einer IVF Behandlung haben, bewertet Strohmer sehr positiv: „Das Gesetz bringt uns auf europäisches Niveau. Die Gesetzesänderung bringt für viele Paare eine große Erleichterung, die Strapazen Behandlungen im Ausland durchführen zu lassen, gehören nun der Vergangenheit an.“

Die Neuerungen kommen allerdings in eingeschränkter Form: Die Eizellspende wird mit einem Alterslimit von 30 Jahren für die Spenderin und 45 Jahren für die Empfängerin zugelassen. Strohmer sieht keinen Dammbruch: „Die Eizellspende wird sich voraussichtlich auf die Bekannten- und Verwandtenspende beschränken. Wir rechnen mit keinem Patientenansturm.“

Auch die in der Öffentlichkeit heftig diskutierte Zulassung der Präimplantationsdiagnostik (PID) begrüßt Strohmer: „Der Gesetzgeber hat aus unserer Sicht eine gute Entscheidung getroffen, die PID restriktiv zuzulassen.“ Im Gegensatz zur öffentlichen Darstellung wird die PID in dieser Form zu keiner Selektion von lebensfähigen Embryonen führen, sondern ermöglicht, dass keine nicht-lebensfähigen Embryonen eingesetzt werden. „Paaren mit einer besonders belastenden Ausgangssituation, mit schweren Erkrankungen oder multiplen Aborten, wird viel Leid erspart werden.“

Mit großem Interesse sieht der Leiter des Kinderwunschzentrums der Entscheidung über die Kostenübernahme entgegen: „Die Finanzierung wird natürlich von großem Interesse für die Betroffenen sein“, führt Strohmer aus. Wird die Eizellspende und PID keine Leistung des IVF-Fonds, fürchtet Strohmer, dass nur Besserverdienende wirklich von der Gesetzesänderung profitieren werden.

Eizell Freezing ist für viele Frauen eine Chance (27.10.2014)

Univ. Prof. Dr. Heinz Strohmer vom Kinderwunschzentrum im Goldenen Kreuz: „Kryokonservierung kann Zeit schenken und Druck nehmen – allerdings nur, wenn sie vor dem 33. Lebensjahr der Frau erfolgt und wenn der rechtliche Rahmen geklärt ist.“

Kinder? Jetzt nicht, aber „später“: Das ist das Problem
Das Alter der erstgebärenden Frauen in Österreich steigt und liegt derzeit im Schnitt bei 29 Jahren. Diese Tatsache ist aus verschiedenen Gründen ein Problem: Erstens sinkt die weibliche Fruchtbarkeit bereits ab dem 33. Lebensjahr, da die Eizellreserve der Frau ständig abnimmt; zweitens nehmen die genetischen Auffälligkeiten des Embryos mit steigendem Alter der Mutter deutlich zu. Gegen diese unglücklichen Umstände gibt es keine ursächliche Behandlung. Damit bleibt als einziger Ausweg die Prävention, und zwar durch die frühzeitige Erhebung der Eizellreserve u.a. mittels Ultraschall und Bestimmung von AMH (Anti Müller Hormon) und FSH (Follikel Stimulierendes Hormon) sowie bei Bedarf mittels Kryokonservierung, sprich des Einfrierens, von Eizellen. Medizinisch sinnvoll ist diese Form der „Fruchtbarkeitsvorsorge“ allerdings nur, wenn sie vor dem 33. Lebensjahr erfolgt. Die Möglichkeit, ihre Eizellen in einem sinnvollen Alter einzufrieren, bedeutet daher für Frauen eine gewisse Chance auf ein Anhalten der vielzitierten biologischen Uhr. Warum nur eine „gewisse Chance“? Weil der Eintritt einer Schwangerschaft – oder gar die Geburt eines gesunden Kindes – durch die Kryokonservierung keineswegs garantiert sind.

Eine mögliche Lösung für ein Dilemma
Natürlich ist eine Gesellschaft überaus wünschenswert, in der Frauen sowohl ein erfülltes Berufsleben als auch ein glückliches Familienleben mit eigenen Kindern haben können. Wir wissen aber nur zu gut, dass dieses wichtige Ziel leider noch nicht vollständig erreicht ist. Besonders pikant ist dabei folgender Umstand: Genau jene Jahre, in denen Frauen beruflich voll durchstarten können und wollen, sind gleichzeitig jene, die biologisch für die Realisierung ihres Kinderwunsches ideal oder zumindest noch günstig sind. Social Egg Freezing ist eine mögliche Antwort auf dieses Dilemma, indem es den Frauen de facto Zeit schenkt und etwas Druck nimmt.

So oder so: Eine zeitgemäße gesetzliche Regelung muss her
Wie auch immer man zur Kryokonservierung steht – es braucht in jedem Fall einen klaren gesetzlichen Rahmen. Davon kann in Österreich derzeit leider keine Rede sein. Das Einfrieren von Eizellen ist nur im Fall einer medizinischen Indikation erlaubt, und der entsprechende alte Passus des Fortpflanzungsmedizingesetzes ist nicht eindeutig formuliert. Eine Berücksichtigung des massiven medizinischen Fortschritts in der vergangenen Dekade ist aus unserer Sicht dringend notwendig. Es steht zu hoffen, dass die mit Ende des Jahres fällige Gesetzesnovelle auch in dieser Frage Klarheit bringen wird – ebenso wie zu den verschiedenen neuen Entwicklungen im Bereich der Präimplantationsdiagnostik.

Was beeinflusst die Fruchtbarkeit? Aufklärung ist notwendig
Selbst, wenn die Kryokonservierung jeder Frau offen stünde, gilt es bei uns Aufklärung auf einem anderen Level zu betreiben. Denn der Wissensstand der Österreicherinnen zum Abfall der Fruchtbarkeit ab dem 33. Lebensjahr ist erschreckend gering. Auch der Einfluss des Lebensstils, sprich Rauchen, Alkoholkonsum, Ernährung, Bewegung, Gewicht und Stress, ist vielen Frauen nicht bewusst – geschweige denn die Möglichkeit, die verbleibenden fruchtbaren Jahre feststellen zu lassen oder im Fall des Falles eine Kryokonservierung durchzuführen.

Abschließend: Keinesfalls darf Social Egg Freezing als Ersatz für ein günstiges politisches und gesellschaftliches Umfeld zur besseren Vereinbarkeit von Beruf und Familie gesehen werden. Vielmehr kann es eine von vielen Maßnahmen sein, die Frauen mehr Selbstbestimmung geben.

Fruchtbarkeit sinkt ab 38 rapide (29.04.2014)

Pro Jahr suchen in Österreich rund 5.000 Paare mit unerfülltem Kinderwunsch professionelle Hilfe. Jedoch nicht allen kann geholfen werden, drei Prozent aller Betroffenen bleiben kinderlos. Die viel zitierte biologische Uhr lässt sich nicht zurückdrehen.

Umso älter eine Patientin ist, desto schwieriger wird die Erfüllung eines Kinderwunsches. Viele Faktoren spielen mit, damit tatsächlich ein gesundes Kind auf die Welt kommt. Zellalterung, Eierstockreserve und diverse Fertilitätsfaktoren haben maßgeblichen Einfluss ob es zu einer Schwangerschaft und in weiterer Folge zur Geburt eines gesunden Kindes kommt. Das erste bedingt leider noch lange nicht das zweite. Ab 39 Jahren endet jede dritte Schwangerschaft als Abortus, mit 43 Jahren liegt die Fehlgeburtenrate bereits bei 50 %.

Bei ihrem Erstkontakt mit dem Kinderwunschzentrum im Goldenen Kreuz sind 45 % aller Patientinnen 38 Jahre alt bzw. älter. „Viele Kinderwunschpaare lassen sich unnötig lange Zeit und glauben dank moderner Reproduktionsmedizin ohnedies sicher ein Kind zu bekommen“, berichtet Univ. Prof. Dr. Andreas Obruca, einer der beiden Leiter des Kinderwunschzentrums. Hier sieht der Kinderwunschexperte noch großen Aufklärungsbedarf. Auch wenn noch kein Kinderwunsch besteht, können gewisse Parameter abgeklärt und falls nötig Vorsorge getroffen werden. Ein Drittel aller Paare versucht länger als 12 Monate schwanger zu werden, sechs bis neun Prozent sind ungewollt kinderlos, drei Prozent bleiben es. „Frauen, die älter als 35 sind raten wir spätestens nach sechs Monaten Nichteintreten einer Schwangerschaft, dies mit ihrem Gynäkologen zu besprechen.“ Bei gewissen Ursachen ist eine spontane Schwangerschaft ausgeschlossen, medizinisch kann jedoch geholfen werden.

Aber auch unter den Gynäkologen wünschen sich die Ärzte ein höheres Bewusstsein für einen möglichen Kinderwunsch. „Krebsvorsorge und Empfängnisverhütung sind Standardprogramm eines Gynäkologen. Die Frage nach einem möglichen Kinderwunsch ist, auch aus Zeitgründen, bei vielen nach wie vor unüblich.“, berichtet Univ. Prof. Dr. Heinz Strohmer, Leiter des Kinderwunschzentrums.

Innovation steigert die Erfolgschancen

Der medizinische Fortschritt hat es geschafft die Schwangerschaftsrate durch die Reproduktionsmedizin in Österreich von 22,8 % im Jahr 2001 auf 31,1 % im Jahr 2011 zu steigern. „Viele der heute gängigen Therapieansätze wie „Ferticheck“, „SpermFertilityCheck“, die „Einnistungsspritze“ und die „Einnistungsspülung“ wurden im Kinderwunschzentrum Goldenes Kreuz entwickelt bzw. erstmals in Österreich angewandt“, und haben dazu geführt daß Spitzenzentren wie das Kinderwunschzentrum Goldenes Kreuz bei Ihren Patienten deutlich höhere Schwangerschaftsraten erzielen, berichteten Obruca und Strohmer.

„Unser Ziel ist es unseren Patientinnen die innovativsten Methoden anzubieten und damit ihre Chancen auf ein Kind zu erhöhen. Sicherheit und Seriosität der Methoden haben dabei natürlich absoluten Vorrang.“

„Erfolg hängt nicht nur von Innovation und individueller Behandlung ab“, so die Leiter des Kinderwunschzentrums. „Die Abläufe der Behandlung müssen perfekt abgestimmt werden und das Behandlungsteam muss rund um die Uhr einsatzbereit sein. Der beste Zeitpunkt für eine Behandlung kann eben auch am Wochenende auftreten.“

Neue Methode für bessere Chancen auf eine gesunde Schwangerschaft (01.10.2013)

Das Kinderwunschzentrum Goldenes Kreuz führt eine neue Methode der Polkörperdiagnostik (PKD) ein. Die „Array-CGH“-Technik ermöglicht eine genauere Analyse des Erbmaterials, wodurch die Chancen auf eine gesunde Schwangerschaft steigen.

Pro Jahr suchen in Österreich rund 5.100 Paare mit unerfülltem Kinderwunsch professionelle Hilfe auf. „Neben dem Eintreten einer Schwangerschaft ist das darauffolgende große Thema natürlich diese auch zu erhalten. Ab einem Alter von 38 Jahren steigt das Fehlgeburtenrisiko stark an. Ein Grund dafür sind chromosomale Fehlverteilungen in der Eizelle, die in dieser Altersgruppe bereits bei rund 50% aller Frauen auftreten“, erklärt Univ. Prof. Dr. Heinz Strohmer, Leiter des Kinderwunschzentrum Goldenes Kreuz.

Durch die genetische Untersuchung der Eizelle kann die Einnistungswahrscheinlichkeit erhöht und das Fehlgeburtenrisiko gesenkt werden. Die international gängigste Methode um genetische Defekte der Eizellen festzustellen ist die Präimplantationsdiagnostik, die in Österreich allerdings verboten ist. Möglich hingegen ist die Polkörperdiagnostik (PKD), bei der die zwischen der Eihülle und Eizelle befindlichen Polkörper analysiert werden, die ein indirektes genetisches Abbild der Eizellen liefern. Die Eizelle bleibt bei dieser Methode unangetastet.

Bei der im Kinderwunschzentrum angewandten, neuesten Methodik „Array-CGH“ werden im Gegensatz zur veralteten „FISH“-Technik nicht nur einzelne Chromosomen analysiert, sondern alle Chromosomen der Polkörper.

„Wir empfehlen die PKD jenen Patientinnen, die bereits mehrere Fehlgeburten erlitten oder mehrere erfolglose IVF-Vorversuche hinter sich haben. Insbesondere dann, wenn noch weitere Faktoren dazu kommen, wie bekannte genetische Störungen oder wenn die Patientin über 37 Jahre alt ist“, erläutert Strohmer. „Durch die Kombination einer Polkörperdiagnostik mit anschließender Blastozystenkultur können wir mit hoher Sicherheit die für eine erfolgreiche Einnistung geeignetsten Embryonen auswählen.“

Kinderwunschzentrum reicht zehntausendsten IVF-Fondsantrag ein - 29.01.2013

Am 29. Januar 2013 hat das Kinderwunschzentrum im Goldenen Kreuz den zehntausendsten Antrag auf Kostenübernahme einer IVF Behandlung beim IVF-Fonds eingereicht. „Waren es bei unserer Gründung 2001 vor 12 Jahren noch 218 Anträge pro Jahr, die wir eingereicht haben, waren es 2012 bereits 1193“, berichtet Univ. Prof. Dr. Andreas Obruca, Leiter des Kinderwunschzentrums. Diese Steigerung führt der Kinderwunschexperte auf die sich ändernde Lebensplanung zurück – Paare verwirklichen ihren Kinderwunsch heute oft erst Ende 30 – sowie Stress und Umwelteinflüsse.

Staatliche finanzielle Hilfe für In-Vitro-Fertilisation gibt es seit dem Jahr 2000. Voraussetzungen für die Kostenübernahme sind: die Frau muss jünger als 40, der Mann jünger als 50 sein und bei einem der Partner muss ein Grund für Unfruchtbarkeit indiziert sein. Der Selbstbehalt für das Paar beträgt abhängig von Alter und Eingriff rund 900 Euro pro Versuch. „Durch den IVF-Fonds erhalten mehr Paare die Möglichkeit, ihren Kinderwunsch zu verwirklichen, als es ohne diese Unterstützung der Fall wäre“, erklärt Obruca und führt aus: „Die häufigsten Ursachen für Infertilität sind ein eingeschränkter Samenbefund der Männer, Verschluss oder Beeinträchtigung der Eileiter, Störungen des Monatszyklus und nicht zuletzt die altersbedingte Einschränkung der Fruchtbarkeit.“

„Vielen Paaren können wir bereits mit minimal-invasiven Behandlungen wie der Insemination helfen. Eine spontane Schwangerschaft ist in manchen Fällen nicht möglich, mit medizinischer Unterstützung jedoch sehr wohl. Wer länger als ein Jahr erfolglos versucht schwanger zu werden, sollte einen Spezialisten konsultieren. Besonders wenn Frauen älter als 35 sind, ist eine Abklärung der Ursachen unbedingt zu empfehlen, um keine fruchtbare Zeit zu verlieren“, empfiehlt Obruca.

Kinderwunschbehandlung gewinnt an gesellschaftlicher Relevanz

Pro Jahr suchen in Österreich rund 5.000 Paare mit unerfülltem Kinderwunsch professionelle Hilfe. Die gesellschaftliche Akzeptanz der Behandlung steigt, die medizinischen Methoden entwickeln sich laufend weiter.

„Die Möglichkeiten für Paare mit unerfülltem Kinderwunsch sind heute vielfältig. Jedoch ist Kinderwunschbehandlung ein hoch spezialisiertes Fachgebiet und jede Behandlung wird ganz individuell auf das Paar abgestimmt, um die Erfolgschancen optimal auszunutzen“, so Univ. Prof. Dr. Andreas Obruca und Univ. Prof. Dr. Heinz Strohmer, die Leiter des Kinderwunschzentrum Goldenes Kreuz.

2012 wurden 1.130 Paare im Kinderwunschzentrum Goldenes Kreuz behandelt. „Die Gründe für Infertilität liegen zu gleichen Teilen bei Mann und Frau“, berichtet Obruca. „Die häufigsten Ursachen für Infertilitätsprobleme sind der eingeschränkte Samenbefund der Männer, Verschluss oder Beeinträchtigung der Eileiter, Störungen des Monatszyklus und nicht zuletzt die altersbedingte Einschränkung der Fruchtbarkeit. Vielen Paaren können wir bereits mit minimal-invasiven Behandlungen wie der Insemination helfen.“

Fertilität der Österreicher sinkt

Die wesentlichen Fertilitätsprobleme sind „hausgemacht“ so Obruca. Die Familienplanung verschiebt sich in der Lebensplanung nach hinten. Im Jahr 2001 wurden nur 14 % der Kinder von über 35 Jährigen auf die Welt gebracht, 2010 haben die Frauen dieser Altersgruppe bereits 20 % der Kinder geboren. Aber bereits mit 33 Jahren sinkt die Fertilitätsrate bei Frauen. Außerdem ist aus internationalen Studien bekannt, dass in allen Industriestaaten die Samenqualität der Männer abnimmt. Hinzu kommen steigende Umweltbelastungen, Stress und Krankheiten.

Trotz steigender gesellschaftlicher Relevanz wie auch Akzeptanz, bleibt die Kinderwunschbehandlung ein sensibles Thema. Viele Paare sprechen erst nach langer Zeit des „Probierens“ mit einem Arzt und es geht fruchtbare Zeit verloren. „Deshalb raten wir Paaren mit Kinderwunsch frühzeitig Risiken und Problemfelder von einem Spezialisten abklären zu lassen“, so Strohmer.

Innovation steigert die Erfolgschancen

Der medizinische Fortschritt hat es geschafft die Schwangerschaftsrate durch die Reproduktionsmedizin von 22,8 % im Jahr 2001 auf 31,1 % im Jahr 2011 zu steigern. „Viele der heute gängigen Therapieansätze wie „Ferticheck“, „SpermFertilityCheck“, die „Einnistungsspritze“ und die „Einnistungsspülung“ wurden im Kinderwunschzentrum Goldenes Kreuz entwickelt bzw. erstmals in Österreich angewandt“, berichteten Obruca und Strohmer. „Unser Ziel ist es unseren Patientinnen die innovativsten Methoden anzubieten und damit ihre Chancen auf ein Kind zu erhöhen. Sicherheit und Seriosität der Methoden haben dabei natürlich absoluten Vorrang.“

„Erfolg hängt nicht nur von Innovation und individueller Behandlung ab“, so die Leiter des Kinderwunschzentrums. „Die Abläufe der Behandlung müssen perfekt abgestimmt werden und das Behandlungsteam muss rund um die Uhr einsatzbereit sein. Der beste Zeitpunkt für eine Behandlung kann eben auch am Wochenende sein.“

Kooperation mit Kinderwunschzentren im Ausland

Das Kinderwunschzentrum Goldenes Kreuz hat Partnerinstitute in der Slowakei, Rumänien und Polen. In Österreich sind Eizellenspende, Samenspenden für IVF oder Embryospenden nicht erlaubt. Wenn Paare eine der genannten Methoden benötigen, um eine Schwangerschaft zu erzielen, wird in diesen Fällen mit den Partnerinstituten in Ausland kooperiert.